Wie die EU kommunal wirkt

  • VonRegina Chabrié
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Der Vorsitzende des SPD-Stadtverbands, Dr. Julien Neubert, begrüßte Mitglieder und Ehrengäste zum Neujahrsempfang. Der im November neu gegründete Jugendchor aus Lich unter der Leitung des »Songlines«-Sängers Frank Kleffmann, hatte seinen ersten Auftritt vor großem Publikum und bekam für eine Darbietungen viel Applaus.

Der Vorsitzende des SPD-Stadtverbands, Dr. Julien Neubert, begrüßte Mitglieder und Ehrengäste zum Neujahrsempfang. Der im November neu gegründete Jugendchor aus Lich unter der Leitung des »Songlines«-Sängers Frank Kleffmann, hatte seinen ersten Auftritt vor großem Publikum und bekam für eine Darbietungen viel Applaus.

Neubert erinnerte daran, dass der 27. Januar ein Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts sei. Bei denjenigen, die der Erinnerung an den Holocaust wenig Wert beimessen würden oder diesen gar negierten, stauten sich Fremdenfeindlichkeit, Hass und Intoleranz auf. Die Licher Kultur der Offenheit gehe weit über die Grenzen der Stadt und des Landes hinaus. Mit den Partnerstädten außerhalb Deutschlands ist die Stadt Lich ein Paradebeispiel für eine Stadt, die den europäischen Gedanken nicht nur zu be-sonderen Anlässen aufpoliere, sondern auch wirklich lebe. Die Europäische Union bilde die Grundlage für einen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Austausch auf allen Ebenen.

Landrätin Anita Schneider stellte Gedanken und Thesen zur Zukunft der EU an – aus der Sicht der kommunalpolitischen Brille betrachtet. Das Wohlergehen der Städte und Gemeinden sei immer auch ein Ergebnis der jeweiligen Europa-, Bundes- oder Landespolitik. Hierbei sei die entscheidende Frage, inwieweit die übergeordnete Politik die kommunale Selbstverwaltung stärke oder schwäche. Die kommunale Betroffenheit gehe quer durch alle Politikbereiche. Als Beispiel nannte die Landrätin öffentliche Dienstleistungen wie Wasser, Strom oder ÖPNV. Europa begegne auf der kommunalen Ebene nicht nur in Form von Regelungen, sondern auch als »Ermöglicher« vieler kommunaler Projekte. Das seien unter anderem für die Stadt Lich der Bürgerpark, der mit 200 000 Euro unterstützt worden sei, die Ober-Bessinger Pforte, deren Umbau ebenfalls durch eine hohe EU-Förderung ermöglicht worden sei.

Hille Neumann stellte im Anschluss die AG »Stolpersteine« vor, die von den Stadtverodneten einstimmig befürwortet worden war. Die Stadt habe bereits die Patenschaft für einige Stolpersteine übernommen, die am 10. April in Langsdorf verlegt werden sollen. Ein Stolperstein kostet 120 Euro und könne von jedem Bürger oder Verein erworben werden. Kerngedanke der Stolpersteine sei, dass den Menschen, die in Lich lebten, die verfolgt, ausgegrenzt und deportiert worden seien, ein Denkmal gesetzt werde.

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