Langsdorfer Höhe

Knoll bittet Stadtverordnete, Bebauungsplan abzulehnen

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Lich (pm). In einem offenen Brief hat sich CDU-Bürgermeisterkandidat Christian Knoll am Wochenende an die Licher Stadtverordneten gewandt und darum gebeten, sich gegen die Ansiedlung des geplanten Logistikzentrums auszusprechen und den Bebauungsplan Nr. 32 abzulehnen. "Ich habe mich mit vielen von Ihnen über die Parteigrenzen hinweg bereits über das Thema Langsdorfer Höhe ausgetauscht. Ich kann verstehen, dass Sie die Schwierigkeiten aus zwei Jahrzehnten bei der Vermarktung des Grundstücks persönlich umtreiben", schreibt Knoll in dem Brief, welcher der Redaktion vorliegt. "Es ist für mich nachvollziehbar, dass Sie mit Sorge auf die bereits aufgelaufenen Kosten blicken." Dennoch passe ein Logistikzentrum "schlicht und einfach nicht in diese Stadt", ihr Charakter und ihre Attraktivität würden dadurch erheblich leiden

Zwar stimmt Knoll Bürgermeister Bernd Klein zu, dass sich die kleingriedrige Entwicklung der Langsdorfer Höhe nicht so realisieren lasse, dass die Belastungen aus der Vergangenheit direkt eins zu eins ausgeglichen werden können. Sein Ziel sei es dennoch, das Gewerbegebiet in mehreren Schritten für mittelständische Unternehmen zu entwickeln. Knoll: "Man kann Stadtentwicklung nicht nur mit dem kurzfristigen Blick auf die Finanzen betreiben."

Langfristig betrachtet meint der Christdemokrat, profitiere man von der Niedrigzinsphase, die Kosten für die aufgelaufenen Schulden seien gering. Und: "Mit meinem Ziel, mittelständisches Gewerbe anzusiedeln werden auch Einnahmen generiert. Die mittelständischen Unternehmer bezahlen nämlich Steuern in unseren Stadtsäckel und zwar über lange Zeit. Zusätzlich schaffen sie Arbeitsplätze mit ordentlicher Bezahlung."

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