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Dietrich Holle erntet für sein Engagement um das Rote Kreuz die ausdrückliche Anerkennung des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier. 

Neues Museum

Klein, aber oho: Das Rotkreuz-Museum in Ober-Bessingen eröffnet

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Das vielleicht kleinste Museum Hessens steht in Ober-Bessingen: In der Pforte kann man sich jetzt über das Rote Kreuz schlau machen.

Ein beispielhaftes Projekt ehrenamtlichen Engagements öffnete am Samstag erstmals seine Türen für die Öffentlichkeit: In der Ober-Bessinger Pforte gibt es mit dem Rotkreuz-Museum nun das vielleicht kleinste Museum in ganz Hessen.

In dem historischen Bau wird in Zukunft die Geschichte des Roten Kreuzes vorgestellt. Die ausgestellten Exponate sind alle Teil der umfangreichen Sammlung des Lichers Dietrich Holle. Seit fünf Jahrzehnten sammelt er allerlei Dinge, die mit dem Roten Kreuz in Verbindung stehen. Dabei hat er sich über die Jahre hinweg ein weltweites Netzwerk geschaffen. Im Museum selbst ist allerdings nur Platz für einen Bruchteil seiner Sammlung: "So haben wir auf jeden Fall genügend Material für unterschiedliche Ausstellungen", meinte Holle am Samstag. Der Stolz über die Eröffnung war ihm deutlich ins Gesicht geschrieben.

Lob vom Ministerpräsidenten

Zur Eröffnungsfeier kamen zahlreiche geladene Gäste, darunter auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier, der viele lobende Worte für das gemeinsame Projekt der Dorfgemeinschaft und des DRK-Ortsvereins Lich fand: "Was hier geschehen ist, ist im besten Sinne die Arbeit einer Bürgergemeinschaft. Und ein Beispiel für das Ehrenamt: Ohne dass Menschen mehr machen als sie müssten, bliebe unsere Gesellschaft ärmer". Für die Zukunft hoffe er für das Rotkreuz-Museum, dass sich viele Besucher einfinden.

Die Ausstellung im obersten Stockwerk widmet sich dauerhaft der Gründung des Roten Kreuzes und dessen Gründer Henry Dunant. Ein Stockwerk tiefer wird es wechselnde Ausstellungen zu verschiedenen Themen geben. Wer besonders viel erfahren möchte, kann an einer der Führungen mit Dietrich Holle teilnehmen, der zu jedem Exponat etwas sagen und erklären kann.

Sonntags geöffnet

Das Nutzungskonzept für den imposanten Pfortenbau hatte der Licher Stadtrat Franz Gerd Richarz entwickelt, der leider die Realisierung seiner Ideen nicht mehr miterlebt. Neben den Räumen für die Rotkreuz-Ausstellung ist auf der gegenüberliegenden Seite der Pforte eine Herberge für Wanderer auf dem Lutherweg entstanden. Auch das findet Volker Bouffier bemerkenswert: "Diese Kombination ist mir noch nie begegnet."

Das Museum ist bis Ende Oktober sonntags zwischen 14 und 16 Uhr geöffnet, unter Tel. 0 64 04/79 57 können individuelle Termine vereinbart werden. Das DRK empfiehlt den Besuchern Schuhe mit rutschfester Sohle, da die Treppen in dem denkmalgeschützten Gebäude sehr steil sind.

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