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Das Brasilian Bossa Duo mit Verstärkung: Dago Schelin (M.), Péricles Varella Gomes (r.) und Oliver Reitz drehen auf.

Klassiker frisch aufbereitet

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Lich (kjg). Anfang August noch auf dem Lansing Jazz-Festival in der Nähe von Detroit, am Sonntag in der Kinokneipe "Statt Gießen" in Lich: das Brazilian Bossa Duo mit Dago Schelin und Péricles Varella Gomes sowie als Special Guest Oliver Reitz. In der Vorankündigung war das Publikum bereits auf den etwas anderen Bossa Nova vorbereitet worden. Bossa Nova mit Cello? "Das ist ein bisschen gefährlich", sagte Schelin, "Bossa Nova spielt man mit Gitarre, Bass und kleinem Schlagzeug, aber nicht mit Cello." Deutsche Volkslieder auf brasilianisch? Die Interpretationen von "Sah ein Knab ein Röslein stehen" und "Weißt du, wie viel Sternlein stehen" bewiesen, dass es frischer und dynamischer klingt. Der begeisterte Applaus bewies, dass die Zuhörer Freude daran hatten. Schelin ist in Brasilien aufgewachsen. Er wollte seiner kleinen Tochter dieselben Lieder vorsingen, die seine Eltern und Großeltern für ihn gesungen haben. Zum Glück fand sich das Notizbuch seiner 1910 nach Braslilien ausgewanderten Urgroßmutter Rosa wieder, in dem sie die Melodien und Texte festgehalten hatte.

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