+
Die Kanone aus Wettenberg ist startklar: Das Nitrotoxy-Team mit den Kanonieren, Schulleiter Peter Blasini (4. v. l.) und Bernhard Krenig (r.).

Kanonendonner an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule

  • schließen

Lich (kjg). Mit einem heftigen Donnerschlag erlebten die Schüler des Nitrotoxy-Teams der Dietrich-Bonhoeffer-Schule das Ergebnis des Experiments. Wie in dieser Zeitung bereits berichtet, hatten die Jungen und Mädchen mit ihrem Lehrer Bernhard Krenig den Hessischen MINT-Preis des Junior-Projektes des Institutes der deutschen Wirtschaft in Zusammenarbeit mit dem hessischen Wirtschaftsministerium gewonnen. Als Preis war für die Gewinner ein wissenschaftliches Event ausgelobt, das am Dienstag zusammen mit der Ersten Kanoniergesellschaft aus Wettenberg und viel Lärm stattfand.

Nach einer Stunde Theorie mit Vanessa Schöffmann und Werner Langer von der Kanoniergesellschaft, in der die Zusammensetzung und Wirkung von Schwarzpulver besprochen wurde, ging es auf das Schulgelände, um den praktischen Teil des Events durchzuführen. Zunächst führten Schöffmann und Langer den Schülern vor, dass Schwarzpulver, das locker in einer Schale liegt, unspektakulär verbrennt. Danach ging es langsam zur Sache. Die Experten zeigten am Beispiel eines Silvesterböllers, wie zusammengepresstes Schwarzpulver reagiert. Der Höhepunkt war das Böllern mit der Kanone, in deren Rohr zuvor das Schwarzpulver vorsichtig und in kleinen Portionen eingefüllt wurde, denn die Ladung sollte ja nicht schon vorher losgehen. Nach dem Signalton wurde die Ladung elektrisch gezündet und explodierte mit einem lauten Knall.

Bernhard Krenig, der mit seinen Schülern mit einem kleinen serienmäßigen Stirling-Motor mit Stromgenerator, den er mit aus Gülle und Blaualgen erzeugtem Alkohol betrieb, Strom erzeugte, hat mit seinen jungen Wissenschaftlern schon wieder neue Pläne. Im nächsten Jahr will das Nitrotoxy-Team einen großen Stirling-Motor bauen, um zu zeigen, dass die Stromerzeugung auf diesem Weg nicht nur Spiel und Experiment, sondern dass sie auch praxistauglich ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare