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Der Posaunenchor Winnerod spielt. FOTO: PAD

17 Kamele und drei Brüder

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Lich(pad). Pfarrerin Anne Möller hatte zum Neujahrsempfang der evangelischen Kirchengemeinde in Ober-Bessingen eine Rechenaufgabe mitgebracht: Ein Mann hatte seinen drei Söhnen 17 Kamele vererbt. Der erste Sohn sollte die Hälfte, der zweite ein Drittel und der Dritte ein Neuntel der Tiere erhalten. Eine scheinbar unlösbare Aufgabe.

"Das Erbe der Väter, es kann schon Probleme machen", sagte Möller. Vor allen Dingen dann, wenn es mit Gewalt durchgesetzt würde. Fundamentalismus in Glaubensfragen sei nicht zielführend. "Ungläubige müssen nicht sterben, um die Gesetze der Vorväter einzuhalten", formulierte sie zugespitzt. Jesus stände für einen Glauben, bei dem der Himmel offen wäre.

Das Kamelproblem löste übrigens ein Fremder, der den Brüdern zu ihren 17 Kamelen einfach eines dazugab: So erhielt der Erste neun, der Zweite sechs und der Dritte zwei - und der Fremde konnte sein Kamel sogar wieder mitnehmen.

Für den musikalischen Rahmen sorgte der Posaunenchor Winnerod. Die Orgel spielte Erika Zimmermann. Heidi Röhm lud im Namen des Kirchenvorstandes die Besucher ein, auf 2020 anzustoßen. Ortsvorsteherin Karin Römer erinnerte an ein ereignisreiches Jahr 2019 in Ober-Bessingen: Die Pforte wurde eingeweiht, das Dorf stand im Finale des Wettbewerbs "Dolles Dorf" und der Krippenweg lockte Tausende Besucher an.

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