Jugendfeuerwehr ist Aushängeschild

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Lich(pad). Es gibt Einsätze, die bleiben selbst gestandenen Feuerwehrleuten in Erinnerung. Ein Beispiel dafür war der Verkehrsunfall am 21. Januar vergangenen Jahres, als bei Ober-Bessingen zwei Autos und ein Holzlaster zusammengestoßen waren. Tonnenschwere Bäume lagen wie Mikadostäbe quer über die Fahrbahn, zudem war eine schwangere Frau in einem Pkw eingeklemmt. Doch auch bei diesem komplizierten Einsatzort wurde die Feuerwehr der Lage Herr, wie Wehrführer André Hahn auf der Jahreshauptversammlung berichtete.

Insgesamt acht Mal rückte die Feuerwehr Ober-Bessingen aus. Dazu zählten ein schwerer Verkehrsunfall am 6. Juni sowie ein Gefahrguteinsatz, weil jemand Fässer mit unbekanntem Inhalt einfach am Straßenrand abgestellt hatte. Beim Seifenkistenrennen zur Pforte-Einweihung stellte die Feuerwehr die Streckenposten.

Tannenbaum angesteckt

Zweimal war die Feuerwehr selbst Gastgeber: Beim Tag der Feuerwehr wurde unter anderem eine Schauübung der Jugendfeuerwehr gezeigt. Beim mobilen Adventskalender demonstrierte die Feuerwehr dann, wie schnell ein Tannenbaum in Flammen aufgehen kann. Die Einsatzabteilung zählt 21 Aktive. Timo Gruhn versäumte nur eine Übung. Fünf Feuerwehrleute besuchten Lehrgänge und Seminare. Jan Gruhn wurde zum Löschmeister befördert.

Die gemeinsame Jugendfeuerwehr von Ober- und Nieder-Bessingen hat ein sehr gutes Jahr hinter sich. Die vier Mädchen und acht Jungs starteten beim Kreisentscheid in Obbornhofen und holten den zweiten Platz. Damit durften sie bei der Hessenmeisterschaft in Hünfeld starten, berichtete der stellvertretende Jugendfeuerwehrwart Markus Kerscher. Dort schaffte die junge Gruppe mit dem siebten Platz eine der besten Platzierungen der vergangenen Jahre für den Kreis Gießen zu holen. Alexander Deubel, Cedric Göbel, Alexander Ziegenhahn, Eric Neuß und Florian Konrad erreichten zudem die Leistungsspange.

Stadtrat Prof. Dr. Dr. Klaus Doll zeigte sich von den Leistungen der Feuerwehr Ober-Bessingen begeistert. "Wir sind stolz, was auch die Feuerwehren auf den Stadtteilen leisten." Dem Dank schloss sich Stadtbrandinspektor Marco Römer an. Zudem konnte er versichern, dass Ober-Bessingen keine goldene Sirene kriegen werde: Im Licher Haushalt waren zwar 100 000 Euro für die Sirene im Dorf aufgelistet worden - "das war aber ein Fehler." Vielmehr sei das Geld für die Umrüstung aller Sirenen im Stadtgebiet auf Digitalfunk gedacht, nicht allein für eine in Ober-Bessingen. Römer berichtete zudem, dass die Stadt alle Löschfahrzeuge mit einem Tablet-Computer ausstatten werde, der unter anderem die Route zu Einsatzorten anzeigt.

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