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Die schweren Zerstörungen machen die Wucht deutlich, mit der die Fahrzeuge ineinander geprallt sein müssen.

Hungener stirbt nach Unfall bei Lich

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Lich (ast). Nach einem schweren Unfall auf der Bundesstraße 457 bei Lich liegt es nun an den Sachverständigen und der Staatsanwaltschaft, die Ursache zu ermitteln. Bei dem Unfall am Samstag war ein 84-Jähriger aus Hungen ums Leben gekommen, vier weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Straße war bis in die Abendstunden voll gesperrt, den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 30 000 Euro. Bis Sonntagabend ließ sich nicht abklären, ob der mutmaßliche Verursacher im Besitz eines gültigen Führerscheins ist.

Laut Polizeiangaben befuhr ein 40-jähriger Gießener in seinem Kia kurz vor 14 Uhr die B457 in Richtung Hungen. Nach Zeugenaussagen ist der Kia-Fahrer kurz vor der Abfahrt nach Birklar aus ungeklärter Ursache weit über die Mittellinie in die Gegenfahrbahn geraten.

Ein 19-Jähriger aus Reichelsheim war mit seinem Citroen gerade in Richtung Gießen unterwegs. Er konnte dem Wagen noch ausweichen und so einen Frontalzusammenstoß vermeiden. Jedoch überschlug sich dabei sein Pkw und blieb auf dem Dach im Straßengraben liegen. Der Reichelsheimer wurde dabei schwer verletzt.

Ohne Führerschein unterwegs?

Keine Chance hatte eine 50-jährige Hungenerin, die mit ihrem Polo ebenfalls in Richtung Gießen unterwegs war: Der Kia stieß mit dem auf ihrer Spur entgegenkommenden Auto frontal zusammen. Die Hungenerin wurde dabei schwer verletzt, ihr 84-jähriger Beifahrer erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen.

Ein hinter dem Polo ebenfalls in Richtung Gießen fahrender BMW konnte nicht mehr rechtzeitig abbremsen und fuhr in die Unfallstelle. Der 49-jährige BMW-Fahrer aus Fernwald erlitt dabei schwere Verletzungen.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Lich mussten drei in Autowracks eingeklemmte Personen mit Hilfe hydraulischer Rettungsgeräte wie Schere, Spreizer und Zylindern befreien. Im Einsatz waren 42 Feuerwehrleute aus Lich, Langsdorf und Nieder-Bessingen, Rettungswagen aus Lich und Laubach, zwei Notärzte aus Lich und Grünberg, die Rettungshubschrauber Christoph 2 Frankfurt und Christoph Gießen sowie zwei weitere Rettungswagen und ein Notarztwagen aus dem Wetteraukreis. Alle Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Laut Polizeiangaben ließ sich am Sonntag nicht klären, ob der Gießener aktuell einen Führerschein besitzt, da ein Teil der zuständigen Behörden geschlossen hatte und deshalb nicht erreichbar war.

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