Über eine große Weihnachtskrippe freut sich ein junger Ober-Bessinger. FOTO: PAD
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Über eine große Weihnachtskrippe freut sich ein junger Ober-Bessinger. FOTO: PAD

Von hundert auf eins

  • vonPatrick Dehnhardt
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Lich(pad). Sonntag, erster Advent 2019, Ober-Bessingen um 16 Uhr: Hunderte Besucher warten auf die Eröffnung des Krippenwegs. Der Posaunenchor spielt weihnachtliche Lieder, dann geht es los. Rund 100 Krippen hat die Eichbaumgruppe am Rande des Waldwegs über den Hässels aufgebaut. Überall beleuchten kleine Lichter in der Abenddämmerung das Kind in der Krippe, Jesus, Maria und die Hirten. Später bringt der "Niko-Klaus" Geschenke für alle Kinder.

Ein Jahr später hat sich nur eine handvoll Personen aus zwei Familien unter der großen Eiche versammelt. Musik gibt es nicht - und ebenso auch keinen neunten Krippenweg. Die Eichbaumgruppe hat die Figuren im Lagerschuppen gelassen. Aus Vorsicht. "Letztes Jahr hatten wir an manchen Tagen über tausend Besucher. Und dieses Jahr, wo nirgendwo was ist, wären es vielleicht noch mehr geworden", sagt Sprecherin Karin Römer. Wir hätten nicht sicherstellen können, dass alle den Abstand einhalten." Ehrenamtlich entlang des gesamten Weges einen Ordnungsdienst aufstellen - das ist personell nicht zu machen.

Um zumindest für ein wenig vorweihnachtliche Stimmung und Freude bei den Kindern und deren Eltern zu sorgen, hat die Eichbaumgruppe dann doch noch eine Krippe aufgestellt: Sie befindet sich direkt am Eichbaum. Sie war ein Geschenk einer Frau aus der Wetterau, sagt Römer. Für die gut 20 Zentimeter hohen Figuren haben die Ehrenamtlichen eigens eine neue Holzhütte gebaut.

An der Eiche dreht sich zudem hinter Glasscheiben die Weihnachtspyramide. In der nur wenige Meter entfernten Ober-Bessinger Kirche sind auch zwei Krippen aufgestellt. Das Gotteshaus ist offen für Besucher. In den Bänken kann man sich hinsetzen, besinnen und für eine bessere Zukunft beten. Auf diese hofft auch die Eichbaumgruppe - und dass der Osterweg wieder stattfinden kann.

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