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Ev Machui

Hommage an Hollaender

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Lich (pm). Erinnerungskultur: Die kleinste Kapelle Frankfurts entführt das Publikum im Kulturzentrum Bezalel-Synagoge am Samstag, 2. November, ab 20 Uhr in das glitzernde Berlin der pulsierenden Zwanziger- und Dreißigerjahre: Zur Eröffnung der Reihe "9. November 1938" präsentiert das Ensemble "Kapellchen Schellack" alias Ev Machui (Gesang) und Axel Kaapke (Klavier, Arrangements) eine Hommage an Friedrich Hollaender.

Der Komponist des "Blauen Engels" hatte aufgrund seiner jüdischen Religion Berlin 1933 verlassen müssen; er konnte überleben, während viele seiner Weggefährten, mit denen er gemeinsam Lieder geschrieben hatte, von den Nazis ermordet wurden. Hollaender sorgte in Los Angeles für Furore; er kehrte in den Fünfzigerjahren nach Deutschland zurück.

"Kapellchen Schellack" zelebriert reizende und kunstseidene Chansons und Couplets von Friedrich Hollaender. Das Publikum begegnet auf diese Weise hysterischen Ziegen, süßen Nachtgespenstern oder schillernden Diven wie der feschen Lola, Diseusen und Kleptomaninnen mit dem gewissen Etwas sowie armen, aber reizenden Mädchen. Die Musiker präsentieren die unsterblichen Melodien im modernen Gewand, behalten aber den ursprünglichen Charakter bei. Mal komödiantisch, keck, frivol, mal nachdenklich, sentimental oder böse - das Nostalgische und das klanglich Betörende dürfen sich ausbreiten, zum Genießen verführen. (Foto: pm)

Eintrittskarten kosten 15 Euro (erm. 13 Euro). Info: www.kuenstlich-ev.de.

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