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Noch liegt das idyllische Bad im "Winterschlaf" - scheinbar: "Hinter den Kulissen" ist der Trägerverein längst mit den Vorbereitungen der kommenden Badesaison beschäftigt. FOTO: LUN

Hoffnung für Badesaisons 2020/21

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Lich(pm/us). Für den Betrieb des Licher Waldschwimmbads darf befristet für zwei Jahre weiterhin Wasser aus dem Albach entnommen werden. Die Untere Wasserbehörde des Landkreises Gießen wird voraussichtlich Ende März - also rechtzeitig vor Beginn der Badesaison im Mai - eine entsprechende Genehmigung an den Trägerverein "Sport Erholung & Kultur (SEK) Waldschwimmbad Lich" erteilen. Bis dahin stehen lediglich noch letzte Prüfungen einzelner wasserwirtschaftlicher und naturschutzfachlicher Aspekte aus.

Die Untere Wasserbehörde sieht eine Befristung der Genehmigung zum 31. Dezember 2021 vor und empfiehlt, bis dahin eine neue, zusätzliche Frischwasserzufuhr für das Bad zu ermöglichen. Dafür käme eine Reaktivierung der alten Albachquelle bzw. die Inbetriebnahme eines eigenen Brunnens im Bereich des Schwimmbads infrage.

Zudem wäre der Eintrag von Nährstoffen ins Wasser zu verringern, etwa durch das Einbringen eines speziellen Tonminerals, das Pflanzennährstoffe wie Phosphor bindet. Dieses Verfahren ist auch aus Perspektive des Naturschutzes zu begrüßen. Nachdem es in den vergangenen Wochen am Wißmarer See angewandt wurde, möchte die Fachbehörde die Effekte im Sommer abwarten und dann abwägen, ob es auch beim Licher Waldschwimmbad sinnvoll ist. Weitere Optionen wären ein Entfernen des Schlamms am Grund oder eine Sömmerung (Trockenlegen für eine bestimmte Zeit), damit der Schlamm mineralisiert.

Trockenheit zieht Probleme nach sich

Bislang wird das Waldschwimmbad lediglich aus dem Albach gespeist oder bezieht Wasser aus dem oberen Teich, der ebenfalls mit dem Albach verbunden ist. Für den Albach gelten allerdings verschiedene Schutzregelungen. So muss gewährleistet sein, dass eine bestimmte Mindestmenge Wasser fließt - auch mit Blick auf Vorgaben für die Gewässerökologie, die die EU-Wasserrahmenrichtlinie festlegt. Probleme entstanden in den beiden vergangenen Jahren bei großer Trockenheit und Hitze, wenn das Fließgewässer wenig Wasser führte, die Wasserqualität dadurch beeinträchtigt war und eine Entnahme den Wasserspiegel zusätzlich senkte.

Vertreter des Landkreises und der Stadt Lich besprachen nun gemeinsam die weiteren Schritte. "Ich bin zuversichtlich, dass eine Lösung für einen dauerhaften Betrieb des Schwimmbads gefunden werden kann", so die Bilanz von Landrätin Anita Schneider, Dies sei auch im Sinne derjenigen, die sich seit Jahren für den Betrieb und Erhalt des Bades engagierten. Auch Lichs Bürgermeister Dr. Julien Neubert würdigte das konstruktive Miteinander: "Das Bad mit seiner langen Geschichte für Lich zu erhalten, liegt uns am Herzen. Wir werden nun gemeinsam prüfen, wie wir die aufgezeigten Lösungen realisieren können." Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises hob zudem die gute Zusammenarbeit mit dem Trägerverein hervor. Es gebe einen regelmäßigen und engen Austausch, insbesondere bei der Organisation von Veranstaltungen im Schwimmbad.

Erleichtert über die Ankündigung des Kreises zeigte sich Joachim Siebert, der Vorsitzende des Trägervereins Waldschwimmbad Lich SEK. "Eine Genehmigung für zwei Jahre gibt uns Planungssicherheit", sagte er. Allerdings: "Eine dauerhafte Genehmigung wäre uns lieber gewesen." Die brauche man auf längere Sicht, um Fördergelder für Investitionen beantragen zu können.

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