Heinz Scholz gibt Einblick in seine "Lesestücke"

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Lich (moj). Bereits die 20. Ausgabe der "Zeitgeschichtlichen und zeitkritischen Lesestücke" stellt Heinz Scholz in einer Lesung am Montag, 23. September, um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek vor. In diesem weiteren Buch der Reihe hat der Autor, zeitgeschichtliche Notizen, Erlebtes und Erlesenes unter der Überschrift "Ergänzende Horizont-Erweiterungen" niedergeschrieben. Das neue Buch ist im Gegensatz zu seinen Vorgängern nur einem einzigen Thema gewidmet - der Judenfeindschaft, für die seit Anfang des 19. Jahrhunderts weltweit der Begriff Antisemitismus verwendet wird. Die Kapitel des Werks informieren über Antisemitismus von der Antike über das Mittelalter bis hin zur "Reichspogromnacht", anschließende Judenverfolgungen und die Ermordung der europäischen Juden in den Gaskammern der Konzentrationslager des "Dritten Reichs".

Heinz Scholz, 1926 in Breslau geboren und aufgewachsen, war nach Kriegsdienst und Gefangenschaft zuerst in der sowjetischen Besatzungszone und nach der Flucht aus der DDR im Schuldienst des Landes Hessen tätig, zuletzt als Leiter der Licher Dietrich-Bonhoeffer-Schule. Die erste Auflage der "Lesestücke" entstand nach einer Gedenkrede, die Scholz anlässlich des 50. Jahrestages der Ermordung von Dietrich-Bonhoeffer 1995 gehalten hat. Die Licher Schule, die den Namen des Widerstandskämpfers trägt, gab die Gedenkrede als Taschenbuch heraus. Von den Lesern dieses Werks wurde der Verfasser zur Veröffentlichung zeitgeschichtlicher Themen angeregt. Dies hat der inzwischen 93-jährige Autor zu seinem "täglichen Brot" gemacht.

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