Kantor Christof Becker (Cembalo), Susanne Oehler (Flöte), Elisa Friedrich (Violine) und Torsten Oehler (Cello) bei "Abendmusik in Schloss Sansoussi" in der Licher Marienstiftskirche.
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Kantor Christof Becker (Cembalo), Susanne Oehler (Flöte), Elisa Friedrich (Violine) und Torsten Oehler (Cello) bei "Abendmusik in Schloss Sansoussi" in der Licher Marienstiftskirche.

Ein Hauch von Schloss Sanssouci

  • vonRoger Schmidt
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Lich(rge). Ein Hauch des prachtvollen Schlosses Sanssouci wehte jetzt durch die evangelische Marienstiftskirche in Lich. Dabei handelte es sich um Musik aus der Epoche des Barocks, wie durch die am Hofe von Friedrich des Großen bei einem Konzert inspirierte Komposition von Johann Sebastian Bach mit der Triosonate C-moll aus dessen "Musikalischem Opfer", eine Widmung an den König.

Mit diesem geschichtlichen Rückblick führte bei den durch coronabedingten zwei inhaltsgleichen Konzerten Kantor Christof Becker in das Konzert "Abendmusik in Schloss Sanssouci" ein. Die Nachfrage nach Musik war nach Monaten der erzwungenen kulturellen Enthaltsamkeit so groß, dass die Kirche jeweils bis auf den letzten in Pandemie-Zeiten freigegebenen Platz besetzt war.

Becker selbst am Cembalo, zudem Susanne Oehler (Flöte), Elisa Friedrich (Violine) und Torsten Oehler (Cello) waren prächtig aufgelegt, um gleich zu Beginn mit der Triosonate C-Dur von Johann Joachim Quantz (1697-1773) die Herausforderung dieser nicht einfachen in Noten gesetzten Fugen in Affettuoso, Alla brefe und Vivace zu meistern. Liebevolle Musik im Takt halber Schläge bis hin zum lebhaften Spiel waren zu hören, immer im Vordergrund die Flötentöne im Zusammenspiel mit der Violine und unterlegt von Cembalo und Cello.

In B-Dur kam die ausgesuchte Triosonate von Bach-Sohn Carl Philipp Emanuel (1714-1788) daher, mit einem Cembalo im Generalbass, die von den Oberstimmen in der dreistimmigen Komposition getragen wurde. Höhepunkt waren allerdings die jubilierenden Flötentöne mit einschmeichelnder Violine in der eingangs erwähnten Triosonate C-Moll von Johann Sebastian Bach in seinem Aufbau vom Largo bis zum festlichen Allegro. Applaus gab es reichlich.

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