Das Museum sitzt in der Ober-Bessinger Pforte. 		FOTO: PAD
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Das Museum sitzt in der Ober-Bessinger Pforte. FOTO: PAD

Gutes Jahr für das Rot-Kreuz-Museum

  • vonPatrick Dehnhardt
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Lich (pad). Am 29. Februar eröffnete Ministerpräsident Volker Bouffier das Rot-Kreuz-Museum in der Ober-Bessinger Pforte. Nicht einmal einen Monat später ging Deutschland in den Lockdown. Dennoch war es ein gutes erstes Jahr für das neue Museum, erklärt Dietrich Holle.

Der Höhepunkt war im Rückblick freilich die Eröffnung. Als Gast mit der weitesten Anreise wurde dabei ein Mitarbeiter des Rot-Kreuz-Museums Heiden willkommen geheißen. Holle kann sich noch immer gut an die Cello- und Klaviermelodien erinnern, welche die Familie Sachsenberg spielte. Auch Christiane zu Solms-Lich freute sich über den gelungenen Start: »Generell ist es wunderbar, dass wir die Sammlung unseres Mitgliedes Dietrich Holle hier vor Ort halten können.«

Besuch vom DRK-Vizepräsident

Im Sommer gab es Besuch aus Berlin: Zwei Fotografen des DRK-Generalsekretariats waren nach Ober-Bessingen gekommen, um Fotografien für ein Buch anzufertigen, welches demnächst erscheint. Auch der DRK-Vizepräsident Volkmar Schön war zu Gast. Zudem fand anlässlich des »Welt-Erste-Hilfe-Tages« ein offenes Wochenende statt. Aufgrund von Corona sei das geplante Besucherziel 2020 zwar weit verfehlt worden, stellte Christiane zu Solms-Lich fest. »Aber jeder einzelne Besucher ist uns viel wert gewesen und jeder hat sich nach dem Besuch gefreut, die kleine Sammlung angeguckt zu haben.« Zudem wolle man mit dem Museum auch den lokalen Tourismus fördern.

Besonders freut Dietrich Holle, dass viele Besucher den Weg ins Museum fanden. Dabei hätten einige vorher nicht gewusst, dass das Rote Kreuz auf der Idee eines einzigen Mannes beruht. Auch die Geschichte des DRK in Lich stieß auf großes Interesse. »Viele blieben eine bis anderthalb Stunden und wollten wiederkommen«, freut sich Dietrich Holle.

Mittlerweile haben sich einige Lieblingsstücke der Besucher herauskristallisiert. Da wären das Feldlazarett mit Figuren, das Beobachtungs- und Sanitätsflugzeug, aber auch die Sammlung von Einkaufstaschen aus aller Welt und nicht zuletzt die Büste von Dunant, welche die Besucher persönlich begrüßt. Für Kinder sind die Mal- und Bastelangebote faszinierend.

Derzeit ist das Museum aufgrund des Lockdowns selbstverständlich geschlossen. Jedoch gibt es bereits Pläne für 2021. So hofft man, am 8. und 9. Mai den Geburtstag von Henry Dunant mit Sonderführungen feiern zu können. Außerdem sollen Vereine, Gruppen und Schulklassen gezielt zu einem Museumsbesuch eingeladen werden. Zudem will man virtuelle Angebote verbessern.

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