Grüne wollen Lich als klimaneutrale Kommune

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Lich (pm). »Wir dürfen in der einen Krise die andere Krise nicht vergessen.« Das sagt der Licher Fraktionsvorsitzende der Grünen, Michael Pieck. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, was alles möglich ist. Nur ein Bruchteil der Corona-Maßnahmen könnte reichen, um das Zwei-Grad-Ziel im Kampf gegen den Klimawandel in greifbare Nähe zu rücken. Es sei also eine Frage der politischen Antwort auf große Probleme.

»Wenn wir die Corona-Krise hoffentlich mithilfe der Impfungen in den Griff bekommen, dann haben wir bei der Bewältigung der Klimakrise noch einen harten Weg vor uns«, sagt Pieck. Nur konsequente Klimaschutzmaßnahmen könnten eine weltweite Umweltkatastrophe abwenden, das bedeute in der Konsequenz, dass in Lich schnellstmöglich konkrete und überprüfbare Maßnahmen eingeleitet werden müssten. »Es ist für uns Grüne nicht glaubhaft, auf der einen Seite dem Bau des Logistikzentrums zuzustimmen und damit einen massiven Eingriff in unsere Natur vorgenommen zu haben und sich auf der anderen Seite den Klimaschutz als politisches Ziel auf die Fahnen zu schreiben. Glaubhafter Klimaschutz fängt vor der eigenen Haustür an.«

Bäume erhalten

Als Beispiel nennen die Grünen die geplante Bebauung im Tulpenweg in der Kernstadt. Dort soll eine bestehende Baulücke geschlossen werden. »Wir begrüßen den innerstädtischen Lückenschluss«, erläutert der Stadtverordnete Berchtold Büxel. Die komplette Infrastruktur sei vorhanden, es sei keine neue Fläche zu erschließen und zu versiegeln. »Wir setzen uns jedoch dafür ein, dass mehrere erhaltenswerte Großbäume geschützt und erhalten werden und nicht der Baumaßnahme zum Opfer fallen.«

Vor dem Hintergrund der Klimakrise wäre es unverantwortlich, diese Bäume mit ihrer positiven CO2-Bilanz zu fällen. Eine Ersatzpflanzung würde Jahrzehnte brauchen, um diese Funktion zu ersetzen.

»Wir werden in Zukunft alle Maßnahmen auf ihre Klimaverträglichkeit hin überprüfen«, erklärt Dr. Thomas Krauskopf. »Wir wünschen uns, dass uns dabei alle Parteien und Wählergruppen tatkräftig unterstützen.«

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