Von der Sommeralm geht es auf die Herbstweide. FOTO: PAD
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Von der Sommeralm geht es auf die Herbstweide. FOTO: PAD

Mit Glockengeläut ins Dorf

  • Patrick Dehnhardt
    vonPatrick Dehnhardt
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Lich(pad). Schon aus der Ferne her waren die Glocken zu hören. Einen Augenblick später tauchten dann die Kühe hinter den Obstbäumen auf, liefen gemütlich hinab ins Tal: Am Sonntag war in Nieder-Bessingen Almabtrieb.

Landwirt Ingo Lotz wollte 2020 auf die Tradition nicht verzichten. "Die Kühe müssen so oder so ins Dorf", erklärte er. Daran ändere auch Covid-19 nichts. Ein großes Fest wie in den Jahren zuvor mit großer Kuhbegrüßung am Sportplatz und anschließendem Fest auf dem Hof des Wirtshauses "Kaffeehannes" war zwar nicht möglich.

Doch als Lotz die Kuhführer aus den Vorjahren ansprach, ob sie auch dieses Jahr den Spaß mitmachen würden, waren sie sofort dabei. Die Kühe trugen wieder einen prächtigen Blumenschmuck auf dem Kopf, als sie langsam von der Sommeralm auf die Herbstweide trotteten.

Größere Runde durch den Ortskern

Im Dorf angekommen ließ es sich Alphornbläser Kurt Förster nicht nehmen, die Herde mit seinen Klängen zu begrüßen.

Die Kühe indes wunderten sich ein wenig, denn diesmal ging es auf einer etwas größeren Runde durch den Ortskern. Lotz wollte damit den Nieder-Bessingern am Sonntagmorgen eine Freude bereiten. Gerade für die vielen kleinen Kinder war die Überraschung gelungen.

Zum Abschluss ging es für die Kühe schließlich auf die Herbstweide.

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