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Bürgermeister Julien Neubert, Susanne Bosold, Markéta Roska und Ordnungsamtsleiter Thomas Repp (v. l.) mit den neuen bunten Blechschildern.

Für mehr Sicherheit

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Lich (pm). »Achtung, hier können Kinder spielen! Fahr langsam!« Das ist die klare Botschaft von bunt bemalten Blechschildern in Form von Kindern, die an einigen Stellen in der Stadt aufgestellt werden, um Verkehrsteilnehmern ins Bewusstsein zu rufen, dass gerade an besonders neuralgischen Punkten mit Kindern zu rechnen ist.

Auf die Idee für diese Installation kam Bürgermeister Dr. Julien Neubert im vergangenen Jahr, nachdem er immer wieder darauf angesprochen wurde, wie gefährlich manche Straßenbereiche sind, weil immer wieder Autofahrer nicht die unterstellte Vernunft in verkehrsberuhigten Bereichen oder 30-er-Zonen an den Tag legen. »Wir schauen uns regelmäßig zusammen mit der Verkehrspolizei die Stellen an, die seitens der Bürgerinnen und Bürger als Gefahrenbereiche angesehen werden«, erklärt Neubert. Allerdings führe selbst ein Maximum an Beschilderung nicht immer dazu, das Fahrverhalten so zu beeinflussen, dass alle Verkehrsteilnehmer sich sicher fühlen können. Oft trugen Bürger entweder Neubert oder dem Ordnungsamt unter der Leitung von Thomas Repp vor, dass einigen Autofahrern offenbar nicht bewusst sei, dass immer wieder mit spielenden Kindern zu rechnen ist.

So wurden Mittel in den städtischen Haushalt eingestellt. Es wurden Blechrohlinge in Form von Kindern bestellt, die Neubert den beiden heimischen Künstlerinnen Markéta Roska und Susanne Bosold anvertraute. Diese fertigten zunächst Skizzen an und bearbeiteten dann die Rohlinge. Diese wurden abgeschliffen, zweimal grundiert und in mehreren Schichten bemalt. Abschließend wurden die Blechschilder zweimal lackiert. Bei den Schildern kam Aluminium und wetterbeständige Acrylfarbe zum Einsatz.

Susanne Bosold aus Laubach, die seit 20 Jahren als Erzieherin bei den »Kleinen Strolchen« arbeitet, sagte: »Wir haben wirklich alle Kinder sichtbar gemacht. Mädchen und Jungen mit den unterschiedlichsten Hintergründen. So haben etwa die Hälfte der Kinder eine Zuwanderungsgeschichte«. Markéta Roska aus Lich brachte auch die Motive Klima- und Artenschutz unter. »Auf jedem der Schilder sind unterschiedliche Tierarten zu entdecken. Für mich ist Klimaschutz Kinderschutz«, erörtert Roska.

Weitere Exemplare sind für das nächste Jahr vorgesehen.

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