Fahrt in den nördlichen Odenwald

Freundeskreis Kloster Arnsburg unterwegs

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Lich (pm). Der Freundeskreis Kloster Arnsburg hatte seine Mitglieder und Freunde wieder zu einer Tagesfahrt zu geschichtlich interessanten Orten eingeladen. Die Fahrt führte in den nördlichen Odenwald zum ehemaligen Benediktinerkloster Amorbach. Dr. Johannes Peter Rupp machte auf bauliche Gemeinsamkeiten zwischen Arnsburg und Amorbach aufmerksam, indem er mit den Teilnehmern die Kirche im Licher Ortsteil Birklar aufsuchte.

Dieses Gebäude stand bis zum Jahre 1803 als Bibliothek in Arnsburg, wurde abgerissen und in Birklar als Kirche wiederaufgebaut. Bereits vorher dienten die Arnsburger Baupläne den Mönchen von Kloster Amorbach als Vorlage für den Bau ihres dortigen Bibliotheksgebäudes. In einer Führung wurde die barocke Klosterkirche mit der weltberühmten Stumm-Orgel sowie das heutige Schloss der Fürsten zu Leiningen und die Bibliothek - nach Arnsburger Vorbild - besichtigt.

Basilika und Badegebäude

Nächstes Ziel war der englische Landschaftsgarten der Grafen zu Erbach im Eulbacher Wild- und Naturpark. Hier wies Ernst-Otto Finger die Teilnehmer darauf hin, dass sich im Bereich des Parks ehemals ein römisches Limes-Kastell befand. Der Gründer des Parks, Graf Franz I. zu Erbach-Erbach, hatte im 18. Jahrhundert Reste dieses Limes-Kastells sowie des Kastells Würzberg zur Romantisierung seines Parks wiederverwendet und damit zweifelsfrei vor einer Vernichtung bewahrt.

Auch Amorsbrunn und seine Wallfahrtskapelle wurden besucht. Geschichtlich soll es der eigentliche Gründungsort des Klosters Amorbach sein.

Zu einer Pflicht im Odenwald gehört natürlich auch ein Besuch in der beeindruckenden "Einhardsbasilika" in Michelbach-Steinbach. Zum Abschluss wurden in der Nähe von Aschaffenburg noch die Reste eines römischen Badegebäudes im ehemaligen Kastell Stockstadt besucht. Ernst Otto Finger erklärte hier der Besuchergruppe die Bauweise römischer Badehäuser und ihre Badesitten vor fast 2000 Jahren.

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