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"Freunde und Helfer" als Publikumsmagneten

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Lich (se). Dass sich im heimischen Raum die Polizei im Allgemeinen und die Licher Bereitschaftspolizei im Besonderen einer großen Beliebtheit erfreut, wurde am Sonntag deutlich. Volles Haus beim Tag der offenen Tür, zu dem die II. Bereitschaftspolizeiabteilung des Landes Hessen in ihre Unterkunft nach Lich geladen hatte. Zahlreiche Bürger aus allen Teilen Mittelhessens nutzten die Gelegenheit, den Ordnungshütern bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Nicht nur die Bereitschaftspolizei gewährte einen Einblick in ihre Tätigkeit, auch andere Dienststellen präsentierten sich in Lich. Dabei erwiesen sich alle Beamten als ausgesprochen freundlich und auskunftsfreudig.

Ein Anlass für den Tag der offenen Tür der Licher Bereitschaftspolizei war die Feier zum 25-jährigen Bestehen dieser Abteilung. So gehörte zu den Gästen auch der oberste Dienstherr der hessischen Polizei, Innenminister Peter Beuth. Er unterstrich in seiner kurzen Rede seinen Stolz über die erfolgreiche Arbeit der hessischen Polizisten angesichts weniger Straftaten und einer höheren Aufklärungsquote.

Wasserwerfer als Attraktion

Jasmin Brunner, Leiterin der Bereitschaftpolizeiabteilung in Lich, versprach, dass "mit dem Tag der offenen Tür die Vielfältigkeit der hessischen Polizei gezeigt" werde, "nicht nur die der Bereitschaftspolizei". Sie hatte nicht zu viel versprochen.

Alle Stationen waren gut besucht. Selbst vor dem Zuschauerraum am Indoor-Schießstand bildeten sich lange Schlangen. Interessant vor allem für die männlichen Gäste war der Fahrzeugpark. Besonderes Interesse galt dem neue Wasserwerfer "WaWe 10", von dem das Land drei Exemplare angeschafft hat. Dieses Spezialfahrzeug kostet fast eine Million Euro. Geradezu mickrig macht sich dagegen der alte Wasserwerfer aus, der, wie berichtet wurde, bei den umstrittenen Castor-Transporten und auch beim G20-Gipfel eingesetzt wurde.

An einer anderen Station wurden alltägliche Aufgaben der Polizei nachgestellt und von Fachleuten erläutert; so wurde z. B. ein von einer jungen Frau gesteuerter Wagen (fiktiv) kontrolliert. Auch Ordnungshüter mit Fell zeigten ihr Können, so zum Beispiel die Diensthunde. Auch Tiere der Reiterstaffel waren vor Ort. Ebenso wurde in Lich die filigrane Arbeit der "Spusi" (Spurensicherung) vorgestellt. Mit Infoständen leisteten die Polizisten Hilfestellung für die Bürger, warben mit der Aktion BOB für die 0,0-Promille-Grenze, informierten über "falsche Polizeibeamte" und vieles mehr.

Die zahlreichen Besucher konnten am Sonntag in Lich nicht nur einen Einblick in die Arbeit der Polizei, sondern auch eine wichtige Erkenntnis zur Steigerung der persönlichen Sicherheit gewinnen. Die Polizei präsentierte sich beim Tag der offenen Tür in Lich in jeder Beziehung als "Freund und Helfer". Und diese Erkenntnis konnten alle Gäste mit auf den Heimweg nehmen.

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