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Festival der Weltmusik

  • Nastasja Akchour-Becker
    VonNastasja Akchour-Becker
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Lich (nab). Authentische traditionelle Musik und neue eigenständige Musikformen: Das ist der Kern der »Sommermusikwelten«. In der kommenden Woche ist es soweit: Von Mittwoch bis Samstag (15. bis 18. September) bietet der Verein künstLich in Zusammenarbeit mit dem Kultursommer Mittelhessen im Rahmen des Weltmusikfestivals vier spannende Konzerte mit hochkarätigen Musikern in Lich.

Die kleine Reihe findet in diesem Jahr zum 15. Mal statt. Programmdetails gab es beim Pressegespräch im Kino Traumstern.

Zum Auftakt am Mittwoch, 15. September, kommt einer der besten deutschen Trompeter auf die Traumstern-Bühne. Die Markus Stockhausen Group hat gerade ihr neues Album »Tales« bei o-tone music in Gießen veröffentlicht. Dessen Gründer Uwe Hager spricht von einem »brillanten Trompeter« und »Grenzgänger«, wenn er über Stockhausen redet. Sein intuitives Spiel fügt sich zu einem harmonischen Ganzen und alle Musiker des Quartetts sind sowohl im klassische Fach als auch im Jazz virtuos zu Hause, kündigt Hager an. Dabei benutzen sie auch elektronische Erweiterungen ihrer Instrumente, um ein fesselndes musikalisches Erlebnis zu schaffen.

Eine Harfe wird das harmonische Zentrum des nächsten Konzertes der Reihe bilden. Am Donnerstag, 16. September, ist Evelyn Huber mit ihrem neuen Projekt »Inspire« zu Gast im Kulturzentrum Bezalel-Synagoge. Die ausgezeichnete Harfenistin der Gruppe Quadro Nuevo bringt diesmal Matthias Frey am Flügel und Christopher Herrmann am Cello mit. »Durch ihre unkonventionelle Art zu spielen, werden sich die Musiker gegenseitig inspirieren und einen Abend voll musikalischer Sinnlichkeit schaffen«, heißt es in der Ankündigung.

Auch eine lokale Band ist stets bei dem Festival vertreten. Mit Mala Isbuschka haben die Veranstalter eine junge Formation eingeladen, die traditionelle Musik aus dem Orient und Okzident auf sensible und berührende Weise verbindet. »Dabei wird das Quartett im Kulturzentrum Bezalel-Synagoge mehr als 15 Musikinstrumente und Lieder aus 20 verschiedenen Ländern präsentieren«, erläutert Karla Katja Leisen (künstLich).

Rhythmisch und außergewöhnlich wird das letzte Konzert am Samstag, 18. September, im Kulturzentrum. Um ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum zusammen mit den mittelhessischen Fans zu feiern, reisen die kubanischen Damen von Gema 4 extra aus Spanien an. Dabei bietet das Vokalquartett einen komplexen Streifzug durch sein gesamtes Repertoire. »Garantiert ist, dass ihre Gesangsharmonien, die stark in der kubanischen Tradition verwurzelt sind, einfach mitreißend sein werden«, sagen die Veranstalter.

»Ohne Unterstützung durch den Kultursommer Mittelhessen könnten wir ein solch hochkarätiges Programm in Lich nicht anbieten«, macht Peter Damm (künstLich) deutlich. Frank Dauer, der Intendant und Geschäftsführer des Kultursommer Mittelhessen, freut sich, dass der Kultursommer gerade in diesem Jahr wieder Musik in den öffentlichen Raum bringen kann - »und zwar so, dass Veranstalter nicht in den Ruin getrieben werden.« Denn wegen der Pandemie sind die Plätze im Kino (90 Personen) und im Kulturzentrum, ehemalige Bezalel-Synagoge (45 Personen), beschränkt.

Die Konzerte beginnen jeweils um 20 Uhr.

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