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Rena Thiel mit der Skulptur »Frau mit Turban«.

Farbenfrohe Bilder

  • VonBarbara Czernek
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Lich (bac). »Die Farben Afrikas faszinieren mich einfach«, sagte Rena Thiel über ihre Bilder, die sie aktuell in dem Restaurant Savanne in Lich ausstellt. Ihre Bilder sprühen nur so von der Farbintensität des Kontinents und fügen sich harmonisch in das Restaurant ein.

Die 23 Bilder werden auch im Rahmen von »Kunst in Licher Scheunen« gezeigt. »Ich habe diese Kunstausstellung schon häufig besucht und mich in diesem Jahr zum ersten Mal selbst um einen Ausstellungsplatz beworben«, erzählte Thiel. Auf Anregung der Veranstalter kam es zu der Idee, die farbenfrohen Bilder im Restaurant zu platzieren. Das Betreiberpaar Yorandos und Ghirmay Habton sagte zu, zumal Yorandos Habton sie zu einem ihrer Gemälde und einer Skulptur inspirierte. »Bei einem Besuch trug sie einen leuchtend gelben Turban, der mich zu den beiden Arbeiten anregte«, erläuterte Thiel.

Das Interesse sowie die Begeisterung für Anmut, Schönheit, Natur und Farben hatte die ausgebildete Grafikdesignerin schon immer. Auch im Gießener Raum ist die Künstlerin keine Unbekannte: In der Jugendwerkstatt war sie als freiberufliche Mitarbeiterin tätig, leitete dort Workshops zum Upcyceln von Second-Hand-Mode und veranstaltete Modeschauen im Frauenkulturzentrum in Gießen. Für die Illustration des Märchensachbuchs »Komm in den Garten der Bäume« erhielt sie den Umweltpreis der Stadt Gießen.

Die faszinierende Welt Afrikas brachte ihr die Performancekünstlerin Virginia Biller vor einigen Jahren näher, als Thiel in Radolfzell lebte. Seitdem beschäftigt sie sich intensiv mit diesem Kontinent und seinen Menschen.

Gerne arbeitet die in Rosbach lebende Künstlerin mit Speckstein oder Pappmaché. Die Bilder sind in Öl, Acryl oder in Aquarell gestaltet. Motive und Ideen findet Thiel in der Literatur und Fotos, die sie als Grundlage für ihre Arbeiten nimmt. »Leider konnte ich diesen Kontinent noch nicht selbst besuchen. Ich hoffe aber, dass ich es noch einmal schaffen werde«, sagte sie.

Die Ausstellung ist noch bis Anfang Oktober zu besichtigen. An diesem Wochenende wird die Künstlerin auch vor Ort anwesend sein.

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