Fachkräftemangel bleibt Thema

Ein Kindergarten, Notfälle und viele Geburten: Ein weiteres ereignisreiches Jahr liegt hinter der Asklepios-Klinik in Lich. Zeit zurückzublicken, aber auch auf das vor der Klinik liegende Jahr zu schauen. Diese Aufgabe erfüllte Klinikgeschäftsführer Uwe List am Sonntag beim Neujahrsempfang der Klinik in Kloster Arnsburg.

Ein Kindergarten, Notfälle und viele Geburten: Ein weiteres ereignisreiches Jahr liegt hinter der Asklepios-Klinik in Lich. Zeit zurückzublicken, aber auch auf das vor der Klinik liegende Jahr zu schauen. Diese Aufgabe erfüllte Klinikgeschäftsführer Uwe List am Sonntag beim Neujahrsempfang der Klinik in Kloster Arnsburg.

"Wir haben viel Geld in die Gebäude gesteckt", berichtete List. "Daneben stand das vergangene Jahr ganz unter dem Zeichen der Zertifizierung als Darmkrebszentrum". Auch für die Licher Geburtshilfe waren die vergangenen zwölf Monate mit über 1000 Geburten wieder erfolgreich. "Wir haben hier ein gut funktionierendes Ärzte- und Hebammenteam", sagte der Geschäftsführer. Er erinnerte zudem daran, dass das Wirbelsäulenzentrum Marburg sich dazu entschlossen hat, einen Teil seiner Praxisräume nach Lich zu verlegen.

Kleins Abschiedstour beginnt

Ein Kindergarten auf dem Klinikgelände mit Öffnungszeiten von 6 bis 18 Uhr – das gemeinsame Projekt von Stadt und Klinik ist schon länger in Planung, jetzt wurde der Bauantrag auf den Weg gebracht. "Dieses Projekt ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf", sagte List. Und das ist durchaus wichtig, denn der Pflegekräftemangel macht auch vor der Einrichtung in Lich keinen halt. Zusätzlich hat man geplant, im Herbst eine neues, vierjähriges Ausbildungsprogramm ins Leben zu rufen, das auch in Teilzeit absolviert werden kann.

Für Lichs Bürgermeister Bernd Klein war der Neujahrsempfang ein ganz besonderer: Zum letzten Mal stand er als Bürgermeister auf der Bühne. In diesem Jahr endet seine Amtszeit, und er wird nicht noch einmal zur Wahl antreten. "Ich blicke mit einer sehr positiven Einstellung auf die Zukunft unserer Stadt", sagte er in seinem Grußwort. Er nutzte die Gelegenheit, um auf Probleme hinzuweisen: "Wir in Lich werden unmittelbar zu spüren bekommen, was der Brexit am 31. März bedeutet", sagte Klein. "Das wird alles beeinflussen: Gewerbeansiedlungen, Wohnraum und Verkehrswege". Zudem wird auch das Thema des bezahlbaren Wohnraums die Stadt vor Herausforderungen stellen. Nichtsdestotrotz sieht er Lich gut für die Zukunft aufgestellt: "Wir Licher haben es geschafft, für Ehrenamtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen sie arbeiten können – auch bei unorthodoxen Projekten". Und das ehrenamtliche Engagement wird auch in den zukünftigen Jahren ein wichtiger Aspekt bleiben.

Weitere Grußworte kamen von Dr. Thilo Schwandner, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie an der Asklepios-Klinik. Die Festrede hielt Professor Joybrato Mukherjee, Präsident der Justus-Liebig-Universität in Gießen, über die Zusammenarbeit zwischen Universität und Krankenhaus.

Die musikalische Untermalung des Neujahrsempfangs übernahm das Männerquintett "Handvoll" aus Oppenrod, weitere Programmpunkte waren der Auftritt von Piano-Referent Martin Klapheck und Rock’n’Roll-Tanzvorführungen der TSG Blau-Gold Gießen.

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