500 Euro für die Klassenkasse

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Lich(pm). Für ihre herausragende Geschäftsidee hat der Unternehmerverband Mittelhessen (UVM) in diesem Jahr die Schülerfirma "Biotech AG" der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Lich mit 500 Euro ausgezeichnet. Coronabedingt erhielten die Schüler Preisgeld und Urkunde per Post. Mit Hilfe von Lehrer Bernhard Krenig hatte das Startup einen Thermocycler (PCR) entwickelt, der zu untersuchende DNA vervielfältigt und hochprofessionelle Ergebnisse liefert.

Das Gerät ist ein "biotechnologisches Kopiergerät": Es vervielfältigt kleinste DNA-Spuren so, dass sie anschließend analysiert werden können. Mit solchen Geräten führt beispielsweise Prof. Christian Drosten an der Berliner Charité die SARS CoV-2-Untersuchungen durch. Ein anderer wichtiger Punkt ist die DNA-Bestimmung von Insekten - vor dem Hintergrund des Insektensterbens an Bedeutung nicht zu unterschätzen. Der PCR hat ein Holzgehäuse, das Innenleben besteht aus recycelten Materialien. Eine weitere Besonderheit ist der Preis: Auf dem freien Markt kostet ein solches Gerät zwischen 3500 und 5000 Euro. Das Gerät der Schülerfirma wird an Schulen und Universitätsarbeitskreisen zum Preis von rund 500 Euro abgegeben.

"Wir sind jedes Jahr aufs Neue von der Leistungsbereitschaft und Kreativität der Jugendlichen und ihrer Schülerfirmen beeindruckt. Wir als Unternehmerverband Mittelhessen möchten mit unserem Förderpreis dieses Engagement belohnen und unterstützen", unterstreicht UVM-Vorsitzender Klaus-Achim Wendel in einer Pressemitteilung. Berufsorientierung sei ein grundlegender Baustein für ein erfolgreiches Berufsleben. Bei dem Juniorprojekt hätten Heranwachsende die Möglichkeit, eigene Ideen umzusetzen und ein reales Unternehmen zu gründen. Dadurch erhielten Schüler praxisorientierte Einblicke in die Wirtschaft.

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