Carl-Albert Götz zeigt die Trockenheitsschäden der vergangenen Jahre. FOTO: CON
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Carl-Albert Götz zeigt die Trockenheitsschäden der vergangenen Jahre. FOTO: CON

OGV erwartet ertragreiches Obstjahr

  • vonConstantin Hoppe
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Lich(con). Die Corona-Krise führte zu einem fast vollständigen Erliegen der Vereinstätigkeiten, das an vielen Stellen noch anhält. Aber nicht überall: Denn auch wenn das öffentliche Leben nahezu überall eine Zwangspause einlegen musste, so gilt das nicht für die Natur. Das ist auch einer der Gründe dafür, dass beim Obst- und Gartenbauverein Ober-Bessingen die Vereinsarbeit in den vergangenen Wochen nahezu unbehindert weiterlief - wenn auch mit gewissen Einschränkungen.

Blühstreifen angelegt

Und zu tun gab es vieles, wie Carl-Albert Götz, 2. Vorsitzender des Vereins sowie Baumfachwart, berichtet: "Die Natur lässt sich eben nicht aufhalten". So wurden Pflegemaßnahmen an Obstbäumen erledigt und der Winterschnitt absolviert. Manch ein Baum bot dabei einen traurigen Anblick: Große Schäden zeichnen sich auf der Borke und entlang des Stamms ab. "Die Schäden der letzten beiden trockenen Sommer", kommentiert Götz.

"Für die Bäume mit großen Schäden habe ich nur wenig Hoffnung, dass sie sich noch lange halten können", sagt er. Für andere, besonders alte Bäume stand dagegen ein Erhaltungsschnitt an.

Mittlerweile sieht man auch schon gut die ersten Ergebnisse der Arbeitseinsätze: Überall auf den vom OGV Ober-Bessingen betreuten Flächen zeigen die Obstbäume, dass dieses Jahr sehr ertragreich werden könnte. Viele Kirschen, Pflaumen, Mirabellen, Äpfel und Birnen hängen schon jetzt an den Ästen und werden schon bald erntereif sein. Auch 150 städtische Obstbäume werden vom Verein gepflegt.

Und dann legten die Vereinsmitglieder bei ihren Arbeitseinsätzen 130 Meter lange Blühstreifen auf der Fläche "Am Sänges" an, wo mittlerweile viele Blumen blühen. Daneben standen verschiedene Maßnahmen an Ruhebänken an, die der Verein teils selbst aufgestellt hat: Sitzgruppen wurden repariert und neu angestrichen. Für die Vögel wurden Nistkästen angebracht, gereinigt und repariert, in denen Meisen (Blaumeise, Kohlmeise), Gartenrotschwanz und Amseln um Ober-Bessingen herum ein Zuhause gefunden haben.

Bei den Arbeiten in der freien Natur wurde auf alle coronabedingten Sicherheitsmaßnahmen wie Schutzmasken und der nötige Abstand geachtet, erzählt Götz. Und: "Glücklicherweise haben wir viele Mitglieder, die sich einbringen." Mit rund 160 Mitgliedern und einer - dem allgemeinen Trend entgegengesetzten - steigenden Mitgliederzahl ist man noch in einer guten Situation. Aber trotz fleißiger Mitstreiter fehlen doch immer wieder Helfer.

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