Einigkeit im Stadtparlament

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Lich (con). 22 Minuten - länger haben die Licher Stadtverordneten am Mittwochabend nicht gebraucht, um neun Tagesordnungspunkte abzuhandeln, darunter die Verleihung von fünf Landesehrenbriefe (siehe gesonderten Bericht). Die weiteren Punkten wurden einstimmig abgehandelt. Sowohl die Neustrukturierung des Holzverkaufs aus dem städtischen Forstbetrieb mit Gründung einer "Holzvermarktung Mittelhessen GmbH" als auch der Ausstieg aus der Betreuung des Stadtwaldes durch Hessen Forst sind damit beschlossene Sache. Dieser Schritt wird notwendig, da die Bundeskartellbehörde die Vermarktung von Rundholz durch Hessen Forst beanstandet hatte.

Die aktuelle Haushaltssatzung der Stadt erforderte noch die Genehmigung der Aufsichtsbehörde; das eingeforderte Haushaltssicherungskonzept wurde nun erstellt und ist seit Mittwoch beschlossene Sache.

Zudem standen Bebauungspläne auf der Tagesordnung der Stadtverordneten: In Eberstadt soll "An der Unterpforte - Teil II" ein Baugebiet mit insgesamt 46 Bauplätzen entstehen. Dafür muss der dortige Sportplatz weichen. Deshalb muss der Erschließungsträger neben den naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen und der Erweiterung des Regenrückhaltebeckens auch ein Kleinsportfeld mit Jugendraum errichten. Dieses soll nach einem Antrag der FW-Fraktion zudem über einen Bouleplatz und zwei Sitzgruppen verfügen.

Auch Muschenheim soll wachsen: Hierzu stimmten die Stadtverordneten dem Bebauungsplan für das Gebiet "Im Kirchboden - Teil II" zu. Dort sollen bald 25 bis 30 Bauplätze mit einer Größe zwischen 350 und 750 Quadratmetern entstehen. Als Bebauung sind hier Einzel- oder Doppelhäuser vorgesehen. Der Verkaufspreis der Bauflächen soll zwischen 180 und 190 Euro betragen.

Mit dem Bebauungsplan "Alte Schulhöfe" soll das ungenutzte Gelände der Dietrich-Bonhoeffer-Schule und der ehemaligen Selma-Lagerlöf-Schule an der Jahnstraße entwickelt werden: Erklärtes Ziel ist es, barrierefreien Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen zu schaffen. Auf der rund 1,35 Hektar großen Fläche sollen mehrere neue Wohngebäude entstehen, auch die ehemaligen Schulgebäude sollen erhalten bleiben. Ein Viertel der hier entstehenden Wohneinheiten soll barrierefrei angelegt werden, deren Miete soll 20 Prozent unter dem ortsüblichen Vergleichswert angesiedelt sein.

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