Über 200 Ehrenamtskarten wurden an engagierte Kreisbürger überreicht. Das Foto zeigt einen Teil der Ausgezeichneten. FOTO: CON
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Über 200 Ehrenamtskarten wurden an engagierte Kreisbürger überreicht. Das Foto zeigt einen Teil der Ausgezeichneten. FOTO: CON

226 Ehrenamtskarten überreicht

  • vonConstantin Hoppe
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Lich(con). Ein Blick nach links, ein Blick nach rechts und jeweils die Geschichte eines ganz besonders engagierten Menschen. 226 Personen aus dem gesamten Landkreis wurde im Mönchssaal in Kloster Arnsburg die Ehrenamtskarte 2019 verliehen. "Heute ist es an uns, Danke zu sagen", sagte der Leiter der Kreisvolkshochschule, Thorsten Denker.

Mit der Ehrenamtscard können verschiedene regionale und hessenweite Vergünstigungen in Anspruch genommen werden. Die Voraussetzungen für die Verleihung sind, dass die Ausgezeichneten Bürger des Landkreise sind, mindestens seit drei Jahren oder seit Beginn des Vereins in diesem Mitglied sind, mindestens fünf Stunden pro Woche ehrenamtlich leisten und sich für das Gemeinwohl engagieren. "Ihr Engagement ist einer der Grundpfeiler unserer Demokratie", sagte Landrätin Anita Schneider. "Eine starke Zivilgesellschaft zeichnet sich durch Partizipation und Teilhabe, durch bürgerliches Engagement aus." Und dieses Engagement gehe oft mit einer großen Portion Kritik einher: Denn im Bereich der kommunalen Selbstverwaltung sind die meisten Politiker ehrenamtlich aktiv. "Wir sollten uns Gedanken darüber machen, ob unsere Gesprächskultur nicht Risse bekommen hat", sagte die Landrätin. "Die Polarisierung bei Diskussionen führt dazu, dass Zwischentöne kaum noch Gehör finden und ein Zerrbild von Debatten entsteht." Die zweite große Wurzel des Ehrenamts ist das Vereinswesen: Diese leben vom Engagement ihrer Mitglieder. "Gelebtes Ehrenamt und eine funktionierende Demokratie sind zwei Seiten einer Medaille."

Für die Bürgermeister des Landkreises dankte Dr. Bernd Wieczorek, Bürgermeister in Lollar, den neuen Ehrenamtscardträgern für ihr Engagement.

Ein Anreiz für ein ehrenamtliches Engagement ist die Ehrenamtscard dabei für die meisten Geehrten wohl eher nicht: "Ich weiß gar nicht, welchen Wert diese kleine Plastikkarte hat", meinte beispielsweise Alexandra Renkawitz, die sich bereits seit Jahren im Eberstädter Dorf- und Kulturladen engagiert. "Aber es ist schön, dass das eigene Engagement gewürdigt wird - denn meistens findet unsere Arbeit ja im Unsichtbaren statt".

Zum Ehrungsnachmittag gehörte auch ein kulturelles Programm: Das bot am Donnerstag im Mönchssaal der neue Licher Jugendchor "KeyLargo".

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