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Als Enkelin der "Duftsammlerin" hat Suzan Smadi viel zu erzählen.

Figurentheater

"Duftsammlerin" entführt in eine zauberhafte Welt

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Lich (nab). In die zauberhafte Welt der Düfte hat am Sonntagnachmittag das Stück "Die Duftsammlerin" das Publikum im Kulturzentrum Bezalel-Synagoge entführt. Schon im Foyer roch man beim Gang durch eine kleine Ausstellung, um was es in der kommenden Stunde gehe sollte: Die wunderbare Welt der Gerüche - für die Düfte "verantwortlich" waren Kräuter wie Minze, Zitronenmelisse und Thymian sowie überdies auch Orangenschalen und wohlriechende Blumen.

Viel Abwechslung fürs Auge

In ihrem Figurentheater über die Duftsammlerin, die viel beflissene Großmutter, greift Enkelin Tishina (Suzan Smadi) immer wieder diese Thematik auf. Sie berichtet von ihrer Großmutter, die so manche Geheimnisse hatte, aber vor allem eine gute Nase und besser mit Kräutern und Gewürzen umgehen konnte als so manch anderer Mensch. Dabei ist Großmutters Nase durch und durch ungewöhnlich: Denn die Duftsammlerin wird wütend mit ihrer Nase, sie weint, lacht, isst, badet und träumt mit ihr. Tishina erzählt die Geschichte, wie die Brüder Duft und Atem den Weg zum menschlichen Herzen suchen oder wie die Großmutter leckere Marmeladen nach Geheimrezept kochte. Und sie berichtet, dass sie Großmutter stets sagte: "Ich verreise mit Düften" - und prompt ist sie auf hoher See bei den Piraten, schnuppert Zimt aus Honolulu und Pfeffer aus Timbuktu.

Wie Smadi in der Rolle die Geschichte über die Duftsammlerin umsetzt, lässt staunen. Mit wechselndem Bühnenbild, liebevoll ausgewählten Accessoires oder als Schattenspiel hinter dem Vorhang gibt es viel Abwechslung fürs Auge. Da hätte man der Duftsammlerin gerne mehr Besucher gewünscht, um Großmutters Leitspruch zu hören: "Wenn du etwas wirklich wissen willst, steck deine Nase hinein und du wirst es riechen!"

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