Rot-Kreuz-Museum

DRK feiert Geburtstag von Henry Dunant

  • vonPatrick Dehnhardt
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Lich (pad). Das Rot-Kreuz-Museum in der Ober-Bessinger Pforte freut sich auf einen besonderen Termin: Am 8. Mai ist der Geburtstag von Henry Dunant. Dunant, der 1828 das Licht der Welt erblickte, war der Gründer des Roten Kreuzes. Zudem schlossen sich vor 100 Jahren die Landesvereine des Rotkreuzes zu einem Dachverband zusammen.

Henry Dunant war eigentlich Geschäftsmann. Nach einer Schlacht der österreichischen Truppen mit denen von Sardinien-Piemonts und Frankreichs 1859 kam Dunant auf das Schlachtfeld, auf dem Tausende von Soldaten schwer verletzt im Sterben lagen. Niemand half ihnen. Dunant organisierte im nahen Ort Freiwillige, die zur Hilfe eilten und dabei keinen Unterschied zwischen den Nationalitäten machten. Auf eigene Kosten ließ er Verbandsmaterial und Hilfsgüter herbeischaffen, richtete Behelfskrankenhäuser ein. Von dem Erlebten tief beeindruckt entwickelte er die Idee, dass in allen Ländern Hilfsorganisationen gegründet werden sollten, die sich neutral und freiwillig im Falle einer Schlacht um die Verwundeten kümmern sollten - die Grundidee des Roten Kreutes.

»Seit 1948 wird jährlich an den Geburtstag von Henry Dunant erinnert«, erklärt Dietrich Holle vom Rot-Kreuz-Museum in Ober-Bessingen. Das leidenschaftliche Rot-Kreuz-Mitglied erinnert sich an diesem Tag besonders gern an die Worte, die Dunant vor seinem Tod geäußert haben soll: »Das Werk ist gegründet, ich war ein Werkzeug in der Hand Gottes. Nun ist es an anderen, es weiterzuführen: Hilfe für Freund und Feind - von Mensch zu Mensch ohne Unterschied.«

In 192 Ländern feiern Rotes Kreuz und Roter Halbmond diesen Gedenktag - 2021 jedoch durch die Pandemie geprägt. In Ober-Bessingen sollten eigentlich an diesem Tag Führungen stattfinden. Doch dies ist aufgrund der hohen Inzidenz nicht möglich.

»Henry Dunant hätte für die Hygieneauflagen und Einschränkungen, die solch ein Pandemie mit sich bringt, vollstes Verständnis gehabt«, erklärt Holle.

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