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Die Licher Stadtteile - hier Nieder-Bessingen im Luftbild - sollen vom Dorfentwicklungsprogramm profitieren.

Dörfer für Zukunft aufstellen

  • VonKarl-Josef Graf
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Lich (kjg). Die Dörfer für die Zukunft aufstellen, sie für Familien, Senioren und Jugend attraktiv machen, wo es noch Defizite gibt - das sind einige der Ziele des Dorfentwicklungsprogramms. Die Stadt Lich will davon profitieren. In der jüngsten Sitzung des Sozial- und Digitalisierungsausschusses der Stadt wurde einstimmig der Antrag befürwortet, sich für das hessische Dorfentwicklungsprogramm 2021 zu bewerben.

Das Dorfentwicklungsprogramm hat zum Ziel, die Dörfer im ländlichen Raum als attraktiven und lebendigen Lebensraum zu erhalten. Innenentwicklung soll gestärkt, Energieeffizienz gesteigert und der Flächenverbrauch verringert werden.

Die sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Potenziale vor Ort sollen mobilisiert werden. Das Programm fördert sowohl die Erarbeitung des Konzeptes als auch die Umsetzung in den Ausbau von Gebäuden, Umnutzungen, Wiederbelebung von Kernlagen und bedarfsgerechte Wohnraumentwicklungen.

Jugendliche sollen mehr mitreden

Weiteres Thema der Ausschusssitzung: Im Rahmen der Initiative »Jugendgerechte Städte und Gemeinden - jugendgerechter Landkreis Gießen« geht es darum, gute Perspektiven für junge Menschen zu schaffen. Es handelt sich um ein Kooperationsangebot, dass den jungen Menschen mehr Mitsprache ermöglichen soll. Bürgermeister Dr. Julien Neubert stellte den Antrag vor.

Um teilzunehmen, müssen Jugendbeauftragte benannt werden. Diese sollen ehrenamtliche Aufgaben im Bereich der kommunalen Jugendpolitik übernehmen und die Anliegen von Kindern, Jugendlichen und Erziehungsberechtigten in die Parlamente einbringen sowie dort vertreten, unterstützen und fördern. Es gehe darum, die Arbeit der Gremien mit »jugendlicher Brille zu sehen« und wie die Jugendpolitik im Zeichen des demografischen Wandels und der Digitalisierung aussehen könne, sagte der Bürgermeister. Mit fünf Jastimmen und vier Enthaltungen (CDU, SPD, FW) wurden Katharina Winter und Dr. Peter Matzdorf zu Jugendbeauftragten gewählt.

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