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Die Pfosten und die rot-weißen Mützen

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In Lich waren dieser Tage rot-weiße Mützen auf Pfosten rund um den Hessentagsbrunnen zu sehen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine neue Idee der Stadt, wie man diese noch sichtbarer machen kann, sondern um eine Aktion des AdiNet (Antidiskriminierungsnetzwerk) Mittelhessen. Dieses unterstützt damit den Blinden- und Sehbehindertenbund Hessen bei seiner Aktion zum bundesweiten Sehbehindertentag am 6.

Juni.

Die Aktion steht dieses Jahr im Zeichen der Verkehrssicherheit. Poller, die normalerweise grau und damit schwer zu erkennen sind, tragen in diesen Tagen leuchtend rot-weiß geringelte Mützen. Fleißige Hände haben in den vergangenen Wochen dafür Pollermützen gehäkelt und gestrickt.

Was so lustig aussieht, hat einen ernsten Hintergrund. Unfälle passieren häufig, weil Hindernisse sich nicht kontrastreich von ihrem Umfeld abheben. Graue Poller auf Gehwegen werden dann zur Gefahr - insbesondere für Menschen mit Seheinschränkung. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband hat deshalb seine Mitgliedsorganisationen und -einrichtungen zu einer bundesweiten Aktion aufgerufen, die vom Wollhersteller Schachenmayr unterstützt wird. Sehbehinderte Menschen in rund 90 Orten beteiligen sich daran und melden die Mützen, die sie angebracht haben, auf www.sehbehindertentag.de. Dort sind zudem detaillierte Forderungen zur Gestaltung und Anordnung von Pollern im Straßenraum zu finden. Unter anderem finden sich die Mützen derzeit in Lich, Lollar und Gießen. Nach der Aktion werden sie wieder entfernt. pm

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