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Während einigen Kürbissorten in diesem Jahr die Wärme gefehlt hat, sind andere gut mit dem Wetter klargekommen. Auf dem Kürbismarktfest auf dem Johanneshof können Besucher die Ernte bestaunen. (Symbolfoto)

Kürbiszeit

Kürbismarktfest im Kreis Gießen: Dicke Halloween-Kürbisse und 3G-Regel

  • Lena Karber
    VonLena Karber
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Kürbismarkt statt Kürbisfest - so lautete im vergangenen Jahr die Antwort von Familie Schadeck auf Corona. Nun gibt es wohl eine Mischform. Auf dem Johanneshof in Lich-Langsdorf (Kreis Gießen) wird an den kommenden Sonntagen die 3G-Regel gelten und dafür sorgen, dass die Erwachsenen schlemmen und die Kinder unbeschwert spielen können.

Lich – Vorlieben sind verschieden. Das gilt für Menschen genauso wie für Pflanzen. Während es einigen Kürbissorten in diesem Jahr deutlich zu kühl und zu nass war, haben andere damit keine Probleme. Da ist es von Vorteil, wenn die Vielfalt auf den Feldern sehr groß ist - so wie in Lich-Langsdorf, wo über 100 verschiedene Sorten angebaut werden. Unter diesen finden sich auch solche, die mit den wenigen Sonnenstunden zufrieden waren. »Wir müssen mal sehen, vielleicht gleicht das eine das andere am Ende aus«, sagt Annegret Schadeck. »Doch egal, wie gut oder schlecht das Jahr war«, fügt sie an. »Es ist einfach nur schön, die Farbenpracht zu sehen. Das macht Freude!«

Herzhaft schlemmen beim Kürbismarktfest im Kreis Gießen

Da trifft es sich doch gut, dass Besucher die Kürbisernte von Familie Schadeck auch in diesem Jahr wieder mit eigenen Augen bestaunen können. Denn an diesem und an den beiden darauffolgenden Sonntagen lädt der Johanneshof wieder zum alljährlichen Kürbisfest, das zum zweiten Mal unter Corona-Bedingungen stattfinden wird. Doch während Familie Schadeck im vergangenen Jahr statt eines »Kürbisfestes« einen »Kürbismarkt« veranstaltet hatte, bei der etwa das Angebot an Speisen stark eingeschränkt war, gibt es in diesem Jahr wieder zahlreiche Leckereien rund um den Star der Veranstaltung, den Kürbis. »Wir haben ein fast normales Essensangebot«, sagt Schadeck und gibt einen Vorgeschmack: Suppe, Lasagne, gefüllter Mandarin, Kürbispuffer und Kürbiswaffeln stehen ebenso auf der Speisekarte wie Spießbraten oder Bratwurst als Alternativen für diejenigen, die nicht gerne Kürbis essen.

Während die Besucher kulinarisch in diesem Jahr also keine Abstriche mehr machen müssen und es - anders als 2020 - auch wieder Sitzplätze geben wird, gelten jedoch weiterhin Abstands- und Hygieneregeln sowie eine Maskenpflicht auf dem Gelände.

3G-Regel bei Kürbismarktfest im Kreis Gießen

Auf der Homepage des Johanneshofes wird die Veranstaltung diesmal als »Kürbismarktfest« angekündigt. Schadeck lacht. »So habe ich mich ausgedrückt, weil ich nicht wusste, was Corona bis dahin macht und was möglich sein wird«, erklärt sie.

In der vergangenen Woche hat sich Familie Schadeck dann dazu entschieden, dass auf dem Hof die 3G-Regel gelten wird. Das bedeutet, alle Gäste müssen bei einer Einlasskontrolle nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Bei Kindern reicht das Testheft aus der Schule. Zudem werden die Kontaktdaten erfasst - das geht per Luca-App oder handschriftlich.

Die Rückseite des Zettels zur Besucherdatenerfassung weist zudem eine weitere Neuerung auf: Hier ist die Speisekarte abgedruckt, anhand derer die Kunden bestellen können. Die Gerichte können dann nach Bezahlung einfach abgeholt werden. »Wir versprechen uns davon, dass bei der Essensausgabe keine Schlage entsteht«, sagt Schadeck.

Streichelzoo und Kinderfahrzeuge bei Kürbismarktfest im Kreis Gießen

Wie bereits im vergangenen Jahr wird es abermals keine Strohhüpfburg geben, ansonsten müssen jedoch auch die Kinder auf nichts verzichten: Es wird wieder einen Streichelzoo im Freien geben, verschiedene Spielzeuge und Kinderfahrzeuge stehen zur Verfügung und auch das Kürbisschnitzen findet statt.

Für besonderes Staunen könnten in diesem Jahr bei der Kürbisausstellung die Halloween-Sorten sorgen. »Von der Dicke und der Größe haben wir einen Rekord«, sagt Schadeck. So seien Kürbisse, die sonst 15 Kilo wiegen, in diesem Jahr über 20 Kilo schwer. Sie lacht. »Ob sich das verkaufen lässt, muss man allerdings mal sehen.«

Obwohl Corona für die Familie und ihre Helfer wieder einen erheblichen Mehraufwand bedeutet, stand eine Absage nicht zur Debatte. »Die Anbauplanung für einen landwirtschaftlichen Betrieb findet immer ein Jahr im Voraus statt, wir haben uns gedacht, in irgendeiner Form wird es schon stattfinden können«, sagt Schadeck. Nun hofft sie auf ähnlich positive Erfahrungen wie im vergangenen Jahr, als die Gäste sich sehr gefreut hätten, dass überhaupt etwas stattgefunden habe - trotz des hohen Aufwands. »Die Dankbarkeit stand im Vordergrund«, sagt Schadeck. »Das war eine sehr schöne Begleiterscheinung.«

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