Dekanat nennt sich künftig "Gießener Land"

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Lich(pm). Wenn die drei evangelischen Dekanate Grünberg, Hungen und Kirchberg am 1. Januar 2022 fusionieren, wird das neue Dekanat "Gießener Land" heißen. Das beschlossen die 90 Synodalen aus den drei Dekanaten am Freitagabend bei ihrer ersten Video-Synode.

Die Arbeitsgruppe Dekanatsname hatte zunächst drei mögliche Namen präsentiert: "Mittelhessen", GießenerLand" und "Grünberg". Die Entscheidung für den neuen Namen kam letztlich durch die Kompromissfähigkeit der Grünberger Delegierten zustande. Voraussetzung für den Beschluss war, dass es in jedem Dekanat eine Mehrheit für denselben Vorschlag gibt.

In der vom Hungener Präses Michael Knoll moderierten Diskussion wurde schnell deutlich, dass der Vorschlag "Mittelhessen" keine Mehrheit finden würde. Anschließend musste über zwei Anträge aus den Reihen der Delegierten abgestimmt werden. Der Vorschlag, Gießener Land nicht zusammen, sondern in zwei Worten zu schreiben, fand eine große Mehrheit und wurde dahingehend abgeändert.

Während die Delegierten der Hungener und der Kirchberger Synode mit großer Mehrheit für "Gießener Land" votierten, gab es bei den Grünbergern ein klares Bekenntnis zum "Dekanat Grünberg". Legte man nicht die Dekanatszugehörigkeit, sondern die Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen zugrunde, hieß es minutenlang 45 zu 44 für das "Gießener Land", bis sich ein Grünberger Synodaler mit seinem Votum für "Grünberg" meldete, der zuvor wegen Verbindungsproblemen nicht hatte abstimmen können.

Kompromiss findet Mehrheit

Bei diesem Stimmenverhältnis hätte die Tagung ohne Ergebnis auseinandergehen müssen. Von Pfarrerin Martina Belzer (Wohnbach) kam ein Kompromissvorschlag, den auch Propst Matthias Schmidt unterstützte: Die Grünberger Synodalen sollten gefragt werden, ob sie auch dem Namen "Gießener Land" zustimmen könnten. Eine Mehrheit der Delegierten aus dem Dekanat Grünberg konnte das.

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