Dekan gesucht

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Lich (pm). Zu ihrer vorletzten Sitzung in dieser Zusammensetzung kamen 93 Synodale aus den Dekanaten Grünberg, Hungen und Kirchberg zusammen. Der Präses der Synode Hungen, Michael Knoll, leitete die Videokonferenz aus dem Gemeindehaus in Lich, wo sich die Dekanatsleitungen im großen Sitzungssaal Corona-konform verteilten.

Die Tagesordnung spiegelte die aktuellen Vorbereitungen auf die Fusion der Dekanate Anfang 2022 wieder. Hinsichtlich des Fortschritts an der Baustelle für das neue Dekanatsgebäude im Grünberger Schwedendorf hatte der Grünberger Dekan Norbert Heide als Vorsitzender des Bauausschusses keine guten Nachrichten. Der Bauherr warte nach wie vor auf die Baugenehmigung. Weil die Zeit dränge, soll die Bauabteilung in der Kirchenverwaltung der Landeskirche in Darmstadt gebeten werden, sich mit dem zuständigen Bauamt in der Gießener Kreisverwaltung in Verbindung zu setzen, falls sich bis Ende März nichts tut.

Der Bauausschuss hat unterdessen das Raumkonzept für das Gebäude erarbeitet, das nahezu baugleich gegenüber dem Diakoniegebäude entstehen soll. Außerdem wurden die Anforderungen an die Gebäudetechnik und mögliche ökologische Verbesserungen mit dem Bauträger erörtert.

Im neuen Dekanat soll der Bereich Bildung breit aufgestellt werden. Über den Stand der Planungen berichtete Bildungsreferentin Doris Wirkner. Ihre Stichworte waren Frauen- und Männerarbeit, Familienangebote und ein Schwerpunkt in der Arbeit mit den Menschen über 55 Jahre. Dafür wurde eine Stelle geschaffen, die die jetzige Kirchberger Dekanatsjugendreferentin Carola Geck übernehmen wird. Sie hat ihre Konzeption für die Bildungsarbeit mit dieser Zielgruppe bereits in den Leitungsgremien der Dekanate vorgestellt.

Synode begrüßt Orgelprojekt

Aus drei mach eins heißt es auch für die Dekanatsverwaltungen. Die Verwaltungsfachkraft des Dekanats Hungen, Marlies Schmied, informierte über die Aufgaben, die bewältigt werden müssen. Im Verlauf des Jahres sollen die Büros mit insgesamt fünf Mitarbeiterinnen zusammengelegt werden. Voraussetzung für eine effiziente Zusammenarbeit sei die Koordination der Arbeitsabläufe, die bisher in jedem Büro anders gestaltet seien.

Die neu formierte Verwaltung wird mit einer neuen Leitung zusammenarbeiten, an deren Spitze ein Dekan oder eine Dekanin stehen wird. Auf die im Januar veröffentlichte Ausschreibung für diese Stelle gab es eine Bewerbung, sagte Propst Matthias Schmidt. Der geschäftsführende Ausschuss der Dekanats-AG habe beschlossen, die Ausschreibung zu wiederholen, damit der Synode im Januar mindestens zwei Kandidierende vorgestellt werden können. Bis zum Amtsantritt des oder der Neuen hat Dekan Hans-Theo Daum aus Kirchberg die Geschäftsführung inne.

Die Synode begrüßte einhellig das Projekt »66 Orgeln«. Hintergrund ist die Wahl der Orgel zum Instrument des Jahres 2021. Alle Orgeln in den drei Dekanaten sollen nach den Planungen der Kirchenmusiker in den Dekanaten multimedial sichtbar, hörbar und erlebbar werden. Dazu sollen bis zum Jahresende ein Bildband, eine DVD und per QR-Code aufzufindende Video- und Klangbeispiele jeder Orgel erarbeitet werden. Die Dekanatssynodalvorstände wollen das Projekt zu gleichen Teilen finanzieren.

Breite Kreise zog in der vergangenen Woche das in der aktuellen Corona-Verordnung der Landesregierung weiterhin festgelegte Verbot von Proben für Laienchöre und -orchester. Der Hessische Sängerbund und die Landeskirchenmusikdirektorin Christa Kirschbaum haben sich an den Ministerpräsidenten Volker Bouffier gewandt. Sie bitten darum, gemeinsam Perspektiven für die Wiederaufnahme von Chor- und Orchesterproben zu entwickeln und unterstreichen das von der Landesregierung negierte öffentliche Interesse für den Amateur-Chorgesang. In einer Stellungnahme schlossen sich die Kirchenmusiker der Dekanate dieser Argumentation an.

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