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Die ERF-Combo mit (v. l.) Tobias Schuffenhauer, Karin Pagmár, Harald Streitberger und Robert Frede beim Gastspiel in Arnsburg.

Zum Dahinschmelzen

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Lich (nab). Eigentlich hatte Burkhard Fritz, Mitorganisator der "Arnsburger Vier Jahreszeiten", einer vor zwei Jahren ins Leben gerufenen Kulturreihe, den drei Musikern der ERF-Combo keine Wahl gelassen: Nach ihrem Auftritt 2018 im Kloster Arnsburg haben sie einfach noch einmal kommen müssen. So wundert es auch kaum, dass das Publikum sich auch diesmal - beim einzigen Deutschlandkonzert dieses Ensembles in diesem Jahr - mit lang anhaltendem Applaus bedankte. Den hatte sich genauso Kontra-Altistin Karin Pagmár verdient, die einige Stücke mit ihrem Gesang bereicherte und ebenfalls keine Unbekannte in Arnsburg ist.

Applaus gab es im Mönchssaal schon, als die drei Musiker die Bühne betraten und die erste jazzige Nummer anstimmten. Danach entführte das Trio - sein Name leitet sich vom Unternehmen ERF-Medien in Wetzlar ab, bei dem alle drei angestellt waren - in die Welt des Swing und Jazz. Pop- und Filmmusik versahen sie ebenso mit einer jazzigen Variation wie etwa "September" von "Earth, Wind & Fire": Der Redakteur mit Herz für Hörspiele, Tobias Schuffenhauer am Flügel, Tonmeister Robert Foede am Kontrabass und Cello sowie Harald Streitberger an den Drums. Aber auch lateinamerikanische Rhythmen standen dem Trio gut, was u. a. mit einem Bossa Nova aus dem Filmklassiker "Orfeu Negro" bewiesen wurde.

Glamourös wurde es immer dann, wenn sich die schwedische Kontra-Altistin Karin Pagmár auf die Bühne gesellte und mit ihrer tiefen, rauchigen Stimmen Klassiker wie "Summertime" fast so wie einst Ella Fitzgerald ins Mikrofon hauchte oder "In a sentimental mood" präsentierte. Einfach zum Dahinschmelzen.

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