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Florian »Flowy« Schimke bei der Arbeit. Seine Motive gehen in Richtung Popart.

Bunter Hingucker

  • Nastasja Akchour-Becker
    VonNastasja Akchour-Becker
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Lich (nab). Ein bunter Hingucker entsteht zurzeit in der Nähe der Ampel an der Kolnhäuser Straße in Lich. Dahinter stecken die Planer von »Kunst in Licher Scheunen«, die damit nicht nur einen Vorgeschmack auf das am 11. und 12. September stattfindende Event bieten, sondern auch ein bleibendes Kunstwerk für Lich schaffen.

Nachdem so schon vor zwei Jahren Halise Adsan in der Nähe des Rewe-Marktes mit ihrer Eselparade ein großes Wandgemälde angefertigt hat, wird nun eine Zaunpaneele an der Ecke Kolnhäuser Straße/Garbenteicher Straße mit freundlicher Genehmigung der Eigentümer farblich umgestaltet.

Dabei fiel die Wahl diesmal auf den Künstler Florian »Flowy« Schimke, der dafür Motive, die in Richtung Popart gehen, entworfen hat und nun mit Sprühdose und Acrylfarben anbringt. »Aber eigentlich mache ich alles, worauf ich Lust habe«, erzählt der lebensfrohe Wahl-Gießener bei einem Termin vor Ort. Denn genauso gerne malt er auch Tiere oder Landschaften auf Leinwand, wenn er nicht gerade Skateboard fährt oder Musik macht. »Aber je größer die Wände werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich Dosen nehme.«

»Wir möchten Kunstliebhabern einen weiteren Anziehungspunkt bieten«, erläutert Paul-Martin Lied vom Arbeitskreis für bleibende Kunstwerke innerhalb von »Kunst in Licher Scheunen«. »Lich ist ganzjährig interessant für Kunstliebhaber, nicht nur am Kunst-in-Licher-Scheunen-Wochenende«, berichtet der Architekt, der zum Beispiel die Straßenkunst in der französischen Stadt Lyon als berühmtes Beispiel nennt, wie Städte Künstlern die Möglichkeit geben können, sich auszudrücken. Denn über die ganze Stadt verteilt befinden sich dort bemalte Häuserfassaden, Laternenmaste und vieles mehr.

Auch in Lich sollen künftig noch mehr Wandgestaltungen entstehen und Skulpturen aufgestellt werden. Dabei ist auch die Beteiligung der Bürger gefragt.

»Wir möchten kein geschlossener Club sein, sondern wünschen uns, dass sich möglichst viele Einwohner daran beteiligen, beispielsweise auf Flächen aufmerksam machen oder diese zur Verfügung stellen und sich auch bei der Auswahl der Kunstwerke engagieren.« Denn es soll eine Jury mit wechselnden Mitgliedern die Auswahl der Künstler und/oder Kunstwerke vornehmen, damit verschiedene Sichtweisen berücksichtigt werden, kündigt Lied an.

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