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Christine Priotto Bürgermeisterin

Wegen Corona-Pandemie

Bürgermeisterin muss in die Verlängerung

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Lich(us). Christine Priotto, seit 2008 Bürgermeisterin von Lichs französischer Partnerstadt Dieulefit, bleibt länger im Amt als ihr lieb ist.

Die sozialistische Politikerin wollte ihren aufreibenden Job eigentlich in der kommenden Woche nach zwölf Jahren abgeben, doch das Coronavirus durchkreuzte diesen Zeitplan. Im ersten Wahlgang der französischen Kommunalwahlen am 15. März bekam keiner der vier Männer, die "Madame le Maire" nachfolgen wollen, die erforderliche Mehrheit. Und der zweite Wahlgang, der für den kommenden Sonntag geplant war, muss wegen der Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Die heute 50-Jährige hatte im Frühjahr 2008 mit ihrer Liste "Notre Parti, c’est Dieulefit" (Dieulefit ist unsere Partei) sämtliche 23 Mandate im Rat der Stadt errungen. Einmal wurde sie wiedergewählt.

Vergangenen Herbst hatte sie angekündigt, nicht mehr für eine dritte Amtszeit anzutreten. Sie habe ihr Amt stets mit großem Einsatz geführt und könne diese Energie nicht mehr im erforderlichen Maße aufbringen, sagte sie kürzlich in einem Interview mit dem Radiosender France Bleu.

Priotto, die vorzüglich Deutsch spricht, ist mit der deutsch-französischen Städtepartnerschaft groß geworden. Ihre Eltern haben sich von Anfang an, seit 1974, sehr für den Austausch mit Lich engagiert.

FOTO: ARCHIV

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