Es bleibt bei einem Dreikampf

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Lich (tb). Keine weitere Überraschung in Lich: Es bleibt bei einem Dreikampf ums höchste Amt der Stadt Lich. Die Bestätigung erhielt, wer sich gestern kurz nach 18 Uhr bei Frank Arnold erkundigte. Als Stellvertreter der urlaubenden Wahlleiterin Anja Stark oblag es ihm, nach Ablauf der Bewerbungsfrist den Rathausbriefkasten zu leeren. Kein Umschlag fand sich darin, die Prüfung der Zulässigkeit aller Wahlvorschläge fiel positiv aus, also treten an: Peter Blasini (unabhängig), Christian Knoll (CDU) und Dr. Julien Neubert (SPD).

Schon für eine Überraschung gesorgt hatte in der Vorwoche Blasini. Von den Plänen des 59 Jahre alten Leiters der Dietrich-Bonhoeffer-Schule Lich hatten nur wenige gewusst. Bislang in der Kommunalpolitik nicht engagiert, sucht er eine neue Herausforderung. Da als Unabhängiger antretend, musste er 74 Unterstützerunterschriften sammeln. Eine Hürde, die jene, die auf dem "Ticket" einer Partei antreten, nicht kennen. So wie Neubert: Der Politikwissenschaftler ist 32 Jahre alt, führt seit 2016 den SPD-Ortsverein und seit 2017 die Fraktion im Stadtparlament. Seit gut zwei Jahren ist Neubert, in Lich und Langsdorf aufgewachsen, Demografie-Beauftragter des Kreises Gießen. Wie Neubert war auch CDU-Mann Christian Knoll von einer Mitgliederversammlung der Licher Parteigliederung nominiert worden. Der 40-jährige Dipl.-Verwaltungswirt kommt aus Staufenberg, ist seit 2014 Teamleiter beim RP und zurzeit für personalratliche Tätigkeit zu 50 Prozent freigestellt.

Steht zu hoffen, dass jetzt - da die Mitbewerber bekannt sind - der Wahlkampf mehr Fahrt gewinnt. Die (Vor-)Entscheidung fällt schließlich bereits in neuneinhalb Wochen. Am 15. September sind die Licher aufgerufen, den Nachfolger von Bürgermeister Bernd Klein (SPD) zu bestimmen. Erhält keiner die absolute Mehrheit, kommt es 14 Tage später zur Stichwahl. (Fotos: pad/us/pm)

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