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Die "Gesichter" von Menetatis: Sarah Notheisen (Leitung Sozialer Dienst), Sven Arnold (Pflegedienstleiter), Mathias Neumayer (Geschäftsführender Gesellschafter), Elke Neumayer (Prokuristin), Sandra Leps (Prokuristin) und Harold van Donzel (Heimleitung).

70 Bewohner sind bereits eingezogen

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Lich (nab). Bereits Anfang April hat das Seniorenzentrum Menetatis in Lich seinen Betrieb aufgenommen. Am Samstag wurde es nun im Rahmen eines Festaktes mit rund 150 geladenen Gästen offiziell eröffnet. Bereits 70 Bewohner sind in das Haus, das über 90 stationäre Altenpflegeplätze verfügt, eingezogen. "Eine große Bereicherung" nannte Erste Stadträtin Barbara Kröger den Neubau in der Kirchhofsgasse. "Eine weitere Seniorenwohnanlage in Lich war wichtig, um den Bedarf zu decken", erläuterte sie in ihrer Ansprache. Auch die Lage sei optimal. In direkter Nähe zur Altstadt und zu verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten könnten ältere Menschen an den Ereignissen und dem Leben in Lich teilnehmen.

Lob auch vom Seniorenbeirat

Doch bis das Seniorenzentrum eröffnen konnte, war es ein langer Weg, wie Mathias Neumayer ausführte. Der Geschäftsführende Gesellschafter und Gründer der Menetatis mit Sitz in Bergheim bei Köln sagte, dass Lich eigentlich das erste Seniorenzentrum der 2016 gegründeten GmbH werden sollte. "Doch es wurde das vierte Haus", berichtete Neumayer, der dann ausführte, dass die Eröffnung immer wieder wegen neuer Mietverträge und zuletzt wegen eines Wasserschadens verschoben werden musste.

Allen Unkenrufen zum Trotz habe man auch das nötige Personal gefunden, führte Neumayer aus. "Den Mitarbeitern wollen wir gute Konditionen bieten", kündigte er an. Man wolle die Gratwanderung meistern zwischen wohnlichem Zuhause für die Senioren und gutem Arbeitsklima für das Personal. Es gehe nicht um maximale Rendite, sagte Harold van Donzel, der seit rund zwei Wochen die Heimleitung des Menetatis-Hauses in Lich inne hat. "Unsere Aufgabe ist es, eine qualifizierte pflegerische Dienstleistung am Wohnort zukommen zu lassen", führte der Niederländer aus und unterstrich: "Die Mitarbeiter sollen dabei nicht hintenanstehen."

Werner Knöß vom Seniorenbeirat der Stadt Lich zeigte sich erfreut darüber, dass "unsere Senioren" nun das Haus in Besitz nehmen können. Die soziale Lage der Stadt sei mit dem Haus besser geworden. "Wir wünschen allzeit ein gutes Händchen und dass stets gut geschulte Mitarbeiter vorhanden sind."

Dekanin Barbara Alt überreichte für die evangelische und die katholische Kirchengemeinden ein Kreuz an die Betreiber. Der Korpus, der sich ursprünglich in der katholischen Kirche in Lich befunden hat, und das Holzkreuz aus Balken des Dachstuhls der Marienstiftskirche werden im "Raum der Stille" aufgestellt. Als Seelsorger werden der katholische Pfarrer Martin Sahm (Lich) und der evangelische Pfarrer Hans-Peter Gieß (Langsdorf) in das Seniorenzentrum kommen und auch Gottesdienste halten.

Ausschließlich Einzelzimmer

Neben den Ansprachen hatte die Eröffnungsfeier auch ein Rahmenprogramm zu bieten, durch das Christian Bruns als Moderator und Sänger führte. Sängerin Nadja begeisterte mit ihrer gefühlvollen Stimme und auch der Chor Cäcilia/Frauenchor Lich sorgte sicherlich bei dem einen oder anderen für Gänsehaut. Tänze zeigten die Line-Dance-Gruppe "Lion Dancer" aus Pohlheim und die Kindertanzgruppe der Tanzschule Theuerl.

Zwischen Mittagessen und Kaffeetrinken segnete Pfarrerin Martina Belzer die Einrichtung ein. Bei Hausführungen konnten sich die Besucher dann noch selbst einen Eindruck vom Seniorenzentrum Menetatis verschaffen: Das Haus verfügt über ein modernes Ambiente und fröhliche Farben. Die Senioren haben ausschließlich Einzelzimmer mit eigenem Sanitärbereich.

Im März 2020 soll in der Nähe ein weiteres Haus in Reichelsheim folgen.

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