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Toni Di Napoli (l.) und Pietro Pato im Licher Bürgerhaus. FOTO: KJG

Besucher wandeln singend durch Rom

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Lich(kjg). Klassiker zum Mitsingen bot am Freitagabend ein Galakonzert der beiden Tenöre Toni Di Napoli und Pietro Pato im Licher Bürgerhaus.

Die Besucher erlebten in einer außergewöhnlichen Revue-Atmosphäre einen großartigen Musikabend mit einer Mischung aus Pop und Klassik sowie Songs aus Musicals und Filmen.

Auf einer Leinwand, die fast über die ganze Breite des Kultursaals reichte, wurden Bild- und Filmausschnitte gezeigt, die Tenöre standen vor der Leinwand - und die Zuhörer fühlten sich in ein Musical- oder Opernhaus versetzt. Der Beifall der Zuschauer, ihre zustimmenden Rufe, ließen früh erkennen, dass die Tenöre ihr Publikum erreichten.

Das Konzert hätte mehr Publikum verdient. Von 90 Reservierungen waren nur 41 Besucher erschienen. Auch hier spielte offenbar die gegenwärtige Bedrohung durch das Coronavirus eine Rolle, und ließ viele Musikliebhaber zu Hause bleiben.

Neben einigen Liedern im italienischen Gesangsstil präsentierten die Tenöre internationale Ohrwürmer, verbunden mit einer aufwändigen Video- und Filmschau, immer wieder passend zu dem entsprechenden Lied.

Bei "Arirrvederci Roma" wandelte das Publikum vorbei an Engelsburg, Pantheon, Spanischer Treppe, Kolosseum und Trevibrunnen entlang des Tiber durch die italienische Hauptstadt. "Let it be" von den Beatles war der erste Song, bei dem die Zuhörer zum Mitsingen von den beiden Tenören aufgefordert wurden. Man sah es ihren Gesichtern an, mit welcher Begeisterung und Inbrunst sie den vielfach prämierten Beatles-Song intonierten. "Es gibt Millionen von Sternen" und "Memory" aus dem Musical "Cats" von Andrew Lloyd Webber folgten, und der Applaus der Zuschauer wurde immer lauter.

Es war gleichzeitig spannend, das Agieren der Tenöre zu erleben, die abwechselnd Passagen aus den Musikstücken sangen, sich dabei hervorragend ergänzten und ihrer Neigung entsprechend im italienischen Gesangsstil mit voller Inbrunst oder gefühlvoll mit warmer weicher Stimme die Lieder vortrugen.

Beifallsstürme nach Zugabe

Dann stellte Toni Di Napoli sein Lieblingslied "You raise me up" vor. Da ging die Post ab. Eine wundervolle Hintergrundmusik brachte dem Publikum mit den Interpretationen der beiden Tenöre einen musikalischen Hochgenuss. Nach dem Finale "Time to say good bye" und der Zugabe "Marina", einem Lied von Rocco Granata aus dem Jahr 1959 war nach Beifallstürmen ein interessanter und spannender Konzertabend zu Ende.

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