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Ein schöner Flickenteppich: die Ortsdurchfahrt Birklar.

Vor Baubeginn schon teurer

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Lich (pm/pad). Würde es einen Preis für die schlechteste Ortsdurchfahrt im Landkreis Gießen geben, würde Birklar auf einem der ersten Plätze landen. Das soll sich im Herbst nun ändern, die Sanierung der Straßen soll beginnen. Doch bevor überhaupt ein Handschlag erledigt ist, sind die Kosten bereits um 430 000 Euro gestiegen.

Der Ist-Zustand ist erbärmlich: Die Fahrbahn ist zigfach geflickt und dennoch übersät mit Schlaglöchern, Rissen und Unebenheiten. Für Fußgänger sieht es nicht besser aus. Die Gehwege haben auch viele Löcher und Risse. Sie sind teils viel zu schmal, sodass man mit Kinderwagen oder Rollator auf die Fahrbahn ausweichen muss.

Umbau und Sanierung sind seit Jahren in Planung. Im März stellte die Straßenverkehrsbehörde die Ortsdurchfahrt Birklar als eines der Projekte vor, die 2019 im Kreis begonnen werden sollen: Damals wurden die Kosten auf 1,27 Millionen Euro geschätzt. Mittlerweile geht man von 1,7 Millionen Euro aus, teilte der Landkreis Gießen auf Anfrage mit. "Gründe für die Erhöhung der Kosten sind laut Hessen Mobil unter anderem die allgemeine Baukostensteigerung und die Steigerung der Nebenkosten", schreibt die Kreispressestelle. Zu Letzteren zähle zum Beispiel die archäologische Baubegleitung.

Eine gute Nachricht zur Ortsdurchfahrt Birklar kam gleichzeitig aus Wiesbaden: Verkehrsminister Tarek Al-Wazir gab rund 990 000 Euro an Fördermitteln für das Projekt frei. Von den Fördermitteln erhält der Kreis 685 300 Euro für die Fahrbahn und die Stadt rund 306 800 Euro für die Gehwege.

Unter anderem sollen die vier Bushaltestellen barrierefrei werden, zudem die Gehwege auf die vorgegebene Mindestbreite von 1,5 Metern gebracht werden. Am Ortsausgang Richtung Lich wird eine Verkehrsinsel gebaut, um das Überqueren der Straße zu erleichtern. Im Frühjahr 2021 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen werden. Die Sanierung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Landkreises, der Stadt Lich und der Stadtwerke Lich.

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