Die Einmündung der K 166 auf die B 457 im Osten von Lich wird zum Kreisverkehr umgebaut. 
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Die Einmündung der K 166 auf die B 457 im Osten von Lich wird zum Kreisverkehr umgebaut. 

Logistikzentrum

B457 bei Lich: Nun kommt der Kreisverkehr - Besondere Lösung für Hungener

  • Patrick Dehnhardt
    vonPatrick Dehnhardt
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Das Licher "Notparlament" hat nun für den Bau des Kreisverkehrs an der Abfaht von der B457 nach Birklar gestimmt. Für den Verkehr aus Hungen gibt es eine besondere Lösung.

Auf der Bundesstraße 457 bei Lich wird bald ein Kreisverkehr gebaut: Der Licher Haupt- und Finanzausschuss hat in seiner Sitzung als "Notparlament" am Mittwochabend mehrheitlich für den dafür notwendigen Vertrag mit der Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil gestimmt. Die Bau- und Planungskosten übernimmt die Dietz-Logisitik GmbH, die in unmittelbarer Nähe derzeit ein Logistikzentrum errichtet.

Bereits frühzeitig war klar geworden, dass die Einmündung der Kreisstraße 166 auf die B 457 nicht für die nach Fertigstellung des Logistikzentrums erwartete Verkehrsbelastung geeignet ist. Vor allen Dingen auf der Kreisstraße wurden lange Staus durch Linksabbieger befürchtet. Mit dem Bau eines Kreisels soll dieses Problem gelöst werden. Gleichzeitig wird damit eine Kreuzung entschärft, an der es in der Vergangenheit immer wieder zu schweren Unfällen gekommen ist.

Bei den Planungen wurde berücksichtigt, dass auch aus Richtung Hungen viel Verkehr über die B 457 nach Gießen rollt. Damit es dabei nicht zu langen Staus kommt, wird dieser auf einer separaten Spur am Kreisel vorbei Richtung Gießen geführt.

Da Hessen Mobil keine Verträge mit privaten Unternehmen abschließt, tritt die Stadt Lich quasi als Zwischenhändler auf. Sie schließt mit der Straßenverkehrsbehörde die notwendige Verwaltungsvereinbarung über den Umbau ab. Die Dietz Logistik wird alle Bau- und Planungskosten tragen, zudem einen Ablösebetrag zahlen, den Hessen Mobil für eine dauerhafte Unterhaltung des Kreisverkehrs fordert.

Kreisverkehr keine Billigvariante

Dennis Pucher (FDP) fragte nach, ob der Investor dann auf eine möglichst günstige Variante für den Kreisverkehr gedrängt habe. Bürgermeister Julien Neubert verneinte. Hessen Mobil werde darauf achten, dass alle rechtlichen und qualitativen Vorgaben eingehalten werden, bevor die Behörde den Kreisverkehr übernimmt. "Da gab es kein Hinwirken für eine günstige Variante, sondern für die Variante, die es da oben braucht", sagte Neubert.

Zudem habe der Investor ein Interesse daran, dass der Kreisel schnell fertig wird: Denn der Betrieb des Logistikzentrums darf erst danach beginnen.

Die Vorteile eines Kreisverkehrs wurden von allen Fraktionen im Ausschuss bestätigt.. Die Grünen stimmten dennoch dagegen, da sie sich keinerlei Unterstützung für das Logistikzentrum nachsagen lassen wollten. Pucher sagte, die FDP stimme zu, da man nicht die Möglichkeit verbauen wolle, die Kosten für den Kreisverkehrsbau vom Investor zurückzuerhalten.

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