Anruflinientaxis funktionieren

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Lich(pm). Mitglieder der SPD Lich waren mit dem Bus unterwegs nach Eberstadt, um sich gemeinsam mit Gerhard Muth-Born von der Verkehrsabteilung des Zweckverbandes Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) ein Bild der Situation im öffentlichen Nahverkehr in der Stadt zu machen.

Während der zwei Stunden dauernden Veranstaltung wurden verschiedene Aspekte des ÖPNV besprochen, darunter Probleme wie Taktung und Linienführung. Auch hinsichtlich der Weiterentwicklung des ÖPNV wurden verschiedene Ansätze diskutiert. Zu Recht stolz war Muth-Born auf die Anruflinientaxis (ALT), die an Sonn- und Feiertagen Ortsteile mit der Kernstadt verbinden. So ist die Linie 53 von Eberstadt nach Lich und zurück im Frühjahr 2020 im Schnitt zu 39 Prozent ausgelastet gewesen, was deutlich über den normalen Werten liege.

Weiterführende Verkehrskonzepte wie zum Beispiel Ansätze, bei denen Kleinbusse nur nach Aufforderung einzelne Menschen befördern, stecken aktuell noch in Kinderschuhen, da sie teuer in der Unterhaltung und sehr aufwendig in der Umsetzung sind.

Landkreis nimmt an Projekt teil

Derzeit beteiligt sich der Landkreis an einem Projekt, bei dem Wasserstoffbrennzellen-Busse auf regulären Regionallinien eingesetzt werden sollen. Gegenüber einem batterieelektrisch betriebenen Bus habe der den Vorteil, dass er viel länger unterwegs sein könne und schneller zu betanken sei. Somit sind Wasserstoffbrennzellen-Busse ähnlich flexibel einsetzbar wie Busse mit Diesel-Motor. Nachteil seien die höheren Anschaffungskosten und die Herstellung von Wasserstoff. Zudem fehle es derzeit an einer ausreichenden Infrastruktur für Wasserstofftankstellen in Deutschland. Vorteilhaft wäre laut Muth-Born, wenn Wasserstoff als Nebenprodukt aus der chemischen Industrie verwendet werden könnte.

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