Alles nur gelogen

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Lich/Pohlheim (pm). Zwei Varianten der bekannten Betrugs- bzw. Trickdiebstahlmaschen wurden nun in Lich und Pohlheim angezeigt. Dabei handelt es sich um den sogenannten Glas-Wasser-Trick und den angeblichen Anruf von Microsoft-Mitarbeitern. Während es bei der letztgenannten Betrugsart beim Versuch blieb, machten die »falschen Mitarbeiter der Stadtwerke« Beute und konnten flüchten.

Die erste Meldung dazu ging am Dienstagmittag in Eberstadt ein. Ein Senior in der Kirchstraße hatte gegen 13.20 Uhr Besuch von einem angeblichen Mitarbeiter der Wasserwerke bekommen. Der Unbekannte gab an, dass es in der Nähe zu einem Wasserrohrbruch gekommen sei und dass man unbedingt die Leitung überprüfen müsse.

Abgelenkt und um Bares »erleichtert«

Der Arbeiter ging dann mit dem Bewohner in die Küche und ins Bad. Er verlangte, dass der Wasserhahn aufgedreht wird. Der Unbekannte reagierte trotz mehrfacher Aufforderung, einen Ausweis vorzulegen, nicht und überprüfte weiter die Wasserhähne. Offenbar während der Eberstädter Bewohner abgelenkt war, kam eine zweite Person in die Wohnung und entwendete Bargeld aus einem anderen Zimmer. Dabei hat er möglicherweise auch die Batterien aus dem Telefon des Opfers entfernt - offensichtlich, um einen Anruf bei der Polizei zu verhindern. Noch während der angebliche Mitarbeiter der Wasserwerke in der Wohnung war, öffnete der Geschädigte das Fenster und wollte durch Rufen Passanten auf seine Lage aufmerksam machen.

Der Unbekannte flüchtete dann aus der Wohnung. Er soll 25 bis 30 Jahre alt sein und eine große kräftige Figur haben. Auffällig an ihm soll eine orangefarbene Bauarbeiterjacke und ein Vollbart sein.

Heimlicher Zugriff auf Computerdaten

Über den gesamten Dienstag hatte ein Pohlheimer Anrufe eines angeblichen Mitarbeiters der Firma Microsoft bekommen. In englischer Sprache erhielt der 58-Jährige dann die Instruktion, ein Programm auf seinen Computer zu installieren. Offenbar erlangten die Unbekannten dann Zugriff auf den PC.

Der Pohlheimer bemerkte dies dann und schaltete das Gerät aus. Später stellte es sich heraus, dass die Täter drei Zahlungen über einen Online-Bezahldienst veranlasst hatten. Glücklicherweise blieb es aber nur beim Versuch. Ob und wie der PC des Mannes durch den Angriff beschädigt wurde, muss nun geprüft werden.

Diese beiden Fälle geben Einblick in die Bandbreite der Betrugsarten. Die Polizei warnt generell zur Vorsicht. Im Zweifel sollten Bürger immer die Polizei um Rat und Hilfe fragen. Hinweise erbeten an die Kriminalpolizei in Gießen unter der Telefonnummer 06 41/70 06-25 55.

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