Der scheidende Dirigent Andreas Kühr gibt mit dem Blasorchester Eberstadt ein letztes gemeinsames Konzert. FOTO: CON
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Der scheidende Dirigent Andreas Kühr gibt mit dem Blasorchester Eberstadt ein letztes gemeinsames Konzert. FOTO: CON

Abschied, Auftakt und Abschluss

  • vonConstantin Hoppe
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Lich(con). Mit einem Konzert verabschiedete das Blasorchester Eberstadt am Sonntag seinen Orchesterleiter Andreas Kühr. Im Hof vor dem Eberstädter Dorf- und Kulturladen fanden sich bei sommerlichen Temperaturen und viel Sonnenschein Besucher wie Musiker ein, um sich gebührend von dem Dirigent der letzten Jahre zu verabschieden: Kühr leitete die vergangenen acht Jahre das Blasorchester - im Sommer 2012 übernahm er die Aufgabe des Dirigenten. Aber seitdem er im Oktober 2018 die Schulleitung der Musikschule Lich übernommen hat, fehlte auch etwas die Zeit. "Es geht einfach aus beruflichen Gründen nicht mehr", erklärte er am Sonntag den Schritt.

Nachfolger gesucht

"Aber es tut mir auch furchtbar leid, den Posten des Dirigenten aufzugeben." Derzeit läuft die Suche nach einem neuen Dirigenten - erste Proben haben dazu schon stattgefunden.

Zur Verabschiedung hatten die Musiker einiges an Liedmaterial vorbereitet: Das Konzert unter dem Titel "Andis Kür" bot Highlights und manche Erinnerung aus den vergangenen Jahren, darunter die Lieder "The Lion sleeps tonight", "Der Schornsteinfeger aus Eger" oder "99 Luftballons". Zwei Stunden Live-Musik vor dem Dorfladen, von Egerland bis England, von New York bis New Orleans, warteten auf die Besucher.

Doch noch etwas anderes machte das Konzert am Sonntag zu etwas Besonderem: Denn es war gleichzeitig der Saisonauftakt wie auch -abschluss. Direkt nach dem gemeinsamen Probenwochenende des Blasorchesters vom 13. bis 15. März mussten wegen Covid-19 alle Auftritte abgesagt werden - auch der erste Termin für das Abschiedskonzert, denn dieses war eigentlich für den 28. März vorgesehen. Ab Ende Mai konnten die Musiker zwar wieder in kleinen Gruppen proben, aber an Auftritte war da noch nicht zu denken. Die Freude darüber, zumindest noch einmal in diesem Jahr ein gemeinsames Konzert geben zu können, war den Orchestermitgliedern am Sonntag deutlich anzumerken - auch wenn der Grund für das Konzert dann doch eher ein trauriger war.

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