100-prozentiger Breitbandausbau nicht realistisch

  • Patrick Dehnhardt
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Lich(pad). Eine 100-prozentige Breitbandabdeckung wird es auch in der Internet-Vorreiterstadt Lich nicht geben können. Das ist das Ergebnis einer Diskussion im Haupt- und Finanzausschuss, welche die Licher CDU angestoßen hatte. Diese wollte durch einen Antrag die Information erhalten, welche Haushalte und Einrichtungen noch nicht vom Breitbandausbau erreicht wurden. Zudem sollte abgeklopft werden, ob bei den Eigentümern überhaupt ein Interesse an einem Breitbandinternetanschluss besteht.

Bürgermeister Julien Neubert berichtete, dass im Landkreis derzeit daran gearbeitet werde, außerhalb liegende Liegenschaften - beispielsweise Aussiedlerhöfe - an das schnelle Internet anzuschließen. Aktuell werde mit 29 Millionen Euro Kosten für die Anbindung der 1100 auf einer Liste aufgeführten Objekte gerechnet. Die Ausschreibung soll im Sommer erfolgen.

Dennis Pucher (FDP) sagte: "100 Prozent Breitband ist im ländlichen Raum ein verdammt schweres Ding." Es gäbe Liegenschaften im Landkreis, bei denen der Anschluss über eine halbe Million Euro kosten würde. Das könne eine Kommune nicht tragen.

Letztlich einigte sich der Ausschuss darauf, dass eine Informationsveranstaltung mit der Breitband Gießen GmbH erfolgen soll, um Lösungswege für noch unversorgte Weiler zu prüfen.

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