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Wegen Flugblättern, auf denen offenbar der Holocaust geleugnet wird, ermittelt nun der Staatsschutz.

Staatsschutz ermittelt

Flugblätter zu "Stolpersteinen" in Laubach verteilt - Verdacht auf Volksverhetzung

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Verdacht auf Volksverhetzung in Laubach: Unbekannte haben in der Nacht auf Mittwoch Flugblätter verteilt und darin offenbar den Holocaust geleugnet. Der Staatsschutz ermittelt.

Wegen des Verdachts der Volksverhetzung hat die Gießener Kriminalpolizei ein Verfahren eingeleitet. Unbekannte hatten offenbar in der Nacht zum Mittwoch, 19.06., Flugblätter mitsamt CDs in Laubach-Ruppertsburg verteilt. Der Verfasser dieser Flugblätter bezieht sich dabei auf eine Aktion, bei der am heutigen Freitag "Stolpersteine" in Laubach verlegt werden. Diese sollen an die während der NS-Diktatur ermordeten Einwohner jüdischen Glaubens erinnern.

Das Schreiben hat offenbar auch zum Inhalt, dass der Holocaust verleugnet wird. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Die Ermittlungen, beispielsweise die Auswertung der CDs, dauern laut Polizei derzeit noch an. 

Die Kripo sucht Zeugen, die Hinweise zum Verfasser beziehungsweise zum Verteiler der Flugblätter geben können. Die Schreiben wurde in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in Ruppertsburg verteilt. Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Gießen unter der Rufnummer 0641-7006 2555.

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