Bürgermeisterwahl Laubach

Zusammenlegung mit Gemeindewahl 2021?

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Laubach (tb). Eines ist sicher: Am 1. Juni 2021 kommt es zum Wechsel an der Spitze der Stadtverwaltung Laubach. Am 31. Mai läuft die Amtszeit von Bürgermeister Peter Klug, Mitglied im Landesverband der Freien Wähler, aus. Bereits im April 2018 hatte er seinen Rückzug und mithin den Verzicht auf eine erneute Kandidatur avisiert. Nach zwölf Jahren im Amt sucht er nach einer neuen Herausforderung. Die Karten werden somit neu gemischt, kein "Platzhirsch" mit Amtsbonus steht auf dem Zettel, was in der Regel ein gesteigertes Interesse hervorruft.

Keine Empfehlung vom Magistrat

Wer Klugs Nachfolger oder Nachfolgerin werden will, ist zu diesem recht frühen Zeitpunkt noch offen. Freilich werden in Laubach bereits erste Namen gehandelt, insbesondere bei der Union soll es gleich zwei Interessenten geben. Dass es FBLL-Sprecher Dirk Hofmann - bei der Wahl 2014 fuhr der Freienseener 15,8 Prozent ein - nochmals versuchen werde, davon gehen politische Beobachter aus. Er selbst mochte sich gestern noch nicht dazu einlassen: "Das entscheiden wir, wenn es so weit ist", beschied er entsprechende GAZ-Anfrage. Dass die Freien Wähler als bisherige Unterstützer Klugs auf der Kandidatensuche sind, diese "Überraschung" wurde aus Mitgliederkreisen bestätigt.

Zumindest was den Wahltermin angeht, dürfte es in Kürze dagegen eine Entscheidung geben: Die Causa steht auf der Tagesordnung der nächsten Sitzungsrunde des Stadtparlaments. Allerdings enthält entsprechende Magistratsvorlage keine Em-pfehlung. Wie Bürgermeister Klug auf GAZ-Nachfrage sagte, wäre diesmal - neben dem für Laubach "traditionellen" Termin im Dezember - ein Zusammenlegen mit der Kommunalwahl im Frühjahr 2021 möglich. Die gesetzliche Frist würde eingehalten, sofern denn wie 2016 im März gewählt würde. Der genaue Termin dafür allerdings steht noch nicht fest.

Argumente für eine "Kombi-Wahl" wären etwa die Ersparnis von rund 10 000 Euro, die ohnehin immer schwierigere Suche nach Wahlhelfern und eine beim Urnengang im Dezember wahrscheinliche Stichwahl kurz vor Weihnachten. Dagegen sprechen grundsätzliche Erwägungen ("Eigenständigkeit der Entscheidungen") sowie Bedenken aufgrund des erhöhten Zeitdrucks am Wahlabend. Dies, da zunächst die Stimmzettel der Kommunalwahl auszuzählen sind; freilich gilt dies nur für die Listenstimmen, die Kreuzchen für einzelne Personen (Panaschieren/Kumulieren) werden ohnedies erst ab Montag ausgewertet.

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