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Puppe mit Puppenbett um 1900.

Zurück in die Kindheit

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Laubach (dis). Mit der Sonderausstellung »Kinder! Kinder!« präsentiert das Museum Fridericianum besonders viele Objekte aus seiner eigenen Sammlung. »Wenn wir in die zahlreichen Karteikästen und in die gefüllten Depoträume schauen, blicken wir auf vier Jahrzehnte Museumsarbeit zurück. Denn diese bedeutet nicht nur einige Stunden Öffnungszeit in der Woche betreuen, sondern viele Arbeitsvorgänge hinter den Kulissen«, erläutert Museumsbeauftragte Elisabeth Rößler, die gemeinsam mit Dr.

Kari Kunter (Konzept) und Gundela Lind (Museumsdienste) »Kinder! Kinder!« auf die Beine gestellt hat (die GAZ berichtete ausführlich).

Dieser Tage nun wurde die neue Schau eröffnet. Die Exonate bilden den Zeitraum von 1850 bis 1950 ab. In seinen Begrüßungsworten erinnerte der Vorsitzende des Heimatkundlichen Arbeitskreises Laubach, Björn-Christoph Stühler an die Gründung des Museums vor 40 Jahren in dem durch die Stadt zur Verfügung gestellten »Fridericianum«. Den Vereinsvorsitz hatte damals Wilhelm Demmer inne. Nach der Renovierung vor zehn Jahren zeigen sich Museumsbesucher bis heute immer wieder vom Konzept und den Ausstellungen begeistert. Dieser Bewertung schloss sich auch Bürgermeister Matthias Meyer in einem Grußwort an: Er würdigte das Museum als »Bewahrer des historischen Laubach und seiner Geschichte«.

Rößler wies in ihren einleitenden Worten darauf hin, dass Spielzeug und Kleidung wichtige Elemente im Kinderleben seien. Alle Gegenstände, die in dieser Ausstellung zu sehen sind, seien auch einst benutzt worden. Etwa der dunkelbraune Teddybär, der 1945 in Danzig gekauft und auf der Flucht nach Westdeutschland mitgenommen wurde. Er fand ebenso wie der Baukasten von Fritz seinen Weg ins Museum. Die Geschichte von jenem Baukasten und einige weitere autobiografische Texte, in denen sich Erwachsene an ihre Kinderzeit erinnern, wurden von Buchhändlerin Janina Gerschlauer ausdrucksvoll vorgetragen. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Lena Meyer (Klavier) mit Stücken aus den Kinderszenen von Robert Schumann.

Die Ausstellung ist bis Januar 2022 jeweils sonntags von 14.30 bis 16.30 Uhr sowie jeden ersten Mittwoch im Monat von 10 bis 12 Uhr oder nach Vereinbarung unter Tel. 0 64 05/92 16 02 geöffnet. FOTO: DIS

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