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Der Weckruf für Laubach, die Spende für Terre de Femmes und die Männergesellschaft

  • Thomas Brückner
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Leser der Gießener/Alsfelder Allgemeinen werden sich erinnern: In der Nacht zum 15. Juni - als Ausschussmontag sozusagen höchster Feiertag für die Laubacher Männerwelt oder zumindest für die Ausschussgesellschaft 1540 Solms-Laubach - schallte ein lauter Ruf durch die Gassen der Altstadt: "Haste ma uff die Uhr geguckt?!" Gegen halb zwei war das.

Adressat der Ruferin in der Nacht war Philipp Gerschlauer. In Laubach aufgewachsen, war der Berufsmusiker kurzerhand aus Berlin angereist. Um so und ganz allein die alte Ausschusstradition des nächtlichen Ständchenblasens - in Vorpandemiezeiten vom Musikverein "erledigt" - wenigstens ansatzweise aufrechtzuerhalten. Und dabei auch noch Spenden zu sammeln für einen guten Zweck. Empfänger nämlich würde Terre de Femmes sein. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, weil er weiß, dass in der Ausschussgesellschaft Frauen keinen Zutritt haben.

Damit nicht genug, hat Carsten Högy Tassen mit dem Spruch "Haste ma uff die Uhr geguckt?!" entworfen (hat der Spruch das Potenzial für einen neuen Ausschuss-Rap?). Ein Teil des Verkaufserlöses der Tasse geht ebenso in den Spendentopf.

Dieser Tage nun, berichtet Gerschlauer, hat er einen Betrag von 220 Euro an die Berliner Geschäftsstelle der Frauenrechtsorganisation übergeben (Foto).

"Sie haben sich sehr darüber gefreut. Es war ein sehr herzliches und interessantes Gespräch und erwähnte Laubach-Tasse steht nun dort in der Küche."

Wer noch spenden möchte, kann den "Musikus" wegen der Bankverbindung anschreiben (philippgerschlauer@gmail.com) oder einfach eine Tasse in der "Laubacher Bücherstube" bei Janina Gerschlauer erwerben. Vom Verkaufspreis von 9,90 Euro gehen 6,92 Euro direkt an Terre de Femmes e.V.

PS: Wer nicht weiß, worum es hier eigentlich geht, dem sei das Video vom Weckruf in Laubachs Altstadt wärmstens empfohlen: https://www.youtube.com/watch?v=ZSs1tMd7DjYtb/FOTO: PM

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