"Wald-Kita Freienseen erhalten"

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Laubach(pm). Zum Thema Kinderbetreuung äußern sich Freie Wähler und die CDU in einer gemeinsamen Presseerklärung. Es gebe zum einen Bedarf an 115 zusätzlichen Plätzen - differenziert nach Altersgruppen und einzelnen Stadtteilen. Zum anderen seien alle Kinder des bisherigen Waldkindergartens Freienseen der Diakonie durch die Neugründung des Naturkindergartens Freienseen zum 1. August in diese Einrichtung gewechselt. "Um kein unnötiges Geld auszugeben und erst den weiteren Bedarf abzuwarten, haben wir die laufenden Arbeiten am derzeit leeren Waldkindergarten per Antrag in der Stadtverordnetenversammlung zunächst gestoppt", erinnern die Fraktionsvorsitzenden Björn-Erik Ruppel (CDU) und Dr. Ulf Häbel (FW). Käme dauerhaft keine ausreichende Zahl an Kindern für diese Gruppe zustande, wäre es fahrlässig gewesen, geplante 50 000 Euro für Verkehrssicherungsarbeiten am Wald und für die Erneuerung der Gesamtanlage gerade jetzt zu investieren, während es an anderer Stelle - Stichwort Gonterskirchen - Platzbedarf und ebenso aktive und interessierte Eltern wie in Freienseen gebe, die seit Jahren auf einen Kindergarten in ihrem Dorf warteten. "Aktuell gibt es nach Aussage der Diakonie aber tatsächlich neue Anmeldungen und einen dringenden Bedarf, Plätze in der Freienseener Hausgruppe für unter Dreijährige frei zu bekommen durch neue Waldplätze für über Dreijährige", schreiben FW und CDU.

Bekenntnis auch zu Gonterskirchen

Sie ergänzen: "Auch der dringende Appell des Freienseener Elternbeirats des Kindergartens hat uns überzeugt, die Mittel für die Wald-Kita der Diakonie wieder freizugeben, um den Platzbedarf kurzfristig zu entschärfen." Man habe daher seinen aktuellen Antrag im Geschäftsgang der Stadtverordnetenversammlung zum vorübergehend Stopp der Arbeiten in Freienseen zurückgenommen. Der Magistrat könne jetzt mit der Diakonie zügig die Waldgruppe Freienseen wieder an den Start bringen und Platz für bis zu 30 Kinder über drei Jahren schaffen.

FW und CDU geben erstmals auch ein klares Bekenntnis zur kurzfristigen Schaffung von Betreuungsplätzen in Gonterskirchen ab. "Auch hier haben uns die Wünsche der Eltern, des Ortsbeirates und die Argumente der Fachleute überzeugt, dass eine isolierte Waldgruppe wegen Personalvertretung, Leitung oder Mittagsversorgung organisatorisch eher schwierig zu führen ist." Man möchte deshalb in der nächsten Sitzungsrunde dem Magistrat und der Diakonie erneut einen klaren Auftrag zur kurzfristigen Schaffung einer Haus- und einer Waldgruppe für Gonterskirchen erteilen. Dafür wolle man die vom Ortsbeirat vorgeschlagenen Standorte "Alte Schule" nebst Nachbargebäude und großem Grundstück Richtung Pfarrgarten sowie das Areal der Grillhütte dauerhaft nutzen. Die grundlegende Sanierung bzw. der Um- und Anbau der "Alten Schule" bilde hier eine große Chance zur Dorfentwicklung, dauere aber sicher zwei Jahre. Deshalb schlägt man als Zwischenlösung die kurzfristige Aufstellung von mietbaren Pavillons für die Hausgruppe auch für unter Dreijährige und parallel die Einrichtung der Waldgruppe für über Dreijährige vor. "Das sollte bis zum Frühjahr 2021 möglich sein, wenn alle - Politik, Stadt und Diakonie - jetzt an einem Strang ziehen", sind sich FW und CDU sicher. Damit könnten kurzfristig weitere 40 Plätze in der Großgemeinde geschaffen werden.

In der Kernstadt fasse man die von der Diakonie vorgeschlagene Nutzung der beiden noch als Flüchtlingsunterkunft genutzten Container auf dem ehemaligen Bolzplatz unterhalb der Gesamtschule nun doch ins Auge. Aber nur als kurzfristigen Übergang von wenigen Jahren, bis in Laubach ein neuer, dritter Kindergarten gebaut sei. Die Planung dafür sollten die politischen Partner zügig auf den Weg bringen. Das städtische Objekt in der Unteren Langgasse sei dabei eine Option, die Fläche des heutigen Feuerwehrgerätehauses eine weitere.

Auch über die Zukunft des Kindergartens Lauter müsse entschieden werden. Entweder müsse die Alte Schule von Grund auf saniert oder auch hier ein Neubau in den nächsten Jahren ins Auge gefasst werden. Die Kosten für beide Varianten seien zügig zu ermitteln.

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